
Liebe Leserinnen und Leser von KULT_online,
allerorten begegnet man reisenden Konzepten, die sich offenbar selbst durch Aschewolken nicht aufhalten lassen. Die Rezensionen in der vorliegenden 23. Ausgabe von KULT_online können Ihnen als Reiseplan für viele aktuelle kulturwissenschaftliche Bewegungen dienen: Da reist etwa das hierfür naturgemäß prädestinierte Konzept der Migration von der Soziologie in die Literaturwissenschaft, oder Migrantinnen und Migranten selbst wandern in den virtuellen Raum.
Auch das Konzept der Populärkultur beliebt zu reisen. Vielleicht startet es dabei im Rheinland als deutscher Wiege des Pop. Zugleich gestattet die heutige Populärmusik die Einreise klassischer Musik und wird geradezu zu deren neuer Heimat.
So kann Reisen durch die Konfrontation mit anderen Kontexten und Konzepten die Fragen aufwerfen, wie man wurde, was man ist, und was man eigentlich weiß.
In diesem Sinne wünscht die KULT_online-Redaktion eine zu Gedanken- und realen Reisen inspirierende Lektüre!
Ecce Theaterwissenschaft. Wie man wird, was man ist
Kirschstein, Corinna: Theater Wissenschaft Historiographie. Studien zu den Anfängen theaterwissenschaftlicher Forschung in Leipzig. Leipzig: Leipziger Universitätsverlag, 2009 (Leipziger Beiträge zur Theatergeschichtsforschung, Bd. 1).
Eine Rezension von Philipp Schulte
Serien-Luftaufnahme mit Unschärfen
Seiler, Sascha (Hg.): Was bisher geschah. Serielles Erzählen im zeitgenössischen amerikanischen Fernsehen. Köln: Schnitt Verlag, 2008.
Eine Rezension von Vincent Fröhlich
Leben wie ›Könige‹ im besetzten Polen 1939-1945
Roth, Markus: Herrenmenschen: die deutschen Kreishauptleute im besetzten Polen - Karrierewege, Herrschaftspraxis und Nachgeschichte. Göttingen: Wallstein, 2009.
Eine Rezension von Antje Coburger
Daniel Hopfer – Werkverzeichnis und Münchner Bestandskatalog
Metzger, Christof: Daniel Hopfer. Ein Augsburger Meister der Renaissance. Eisenradierungen - Holzschnitte - Zeichnungen - Waffenätzungen. Ausstellungs-Katalog. München: Pinakothek der Moderne [5.11.2009 - 31.1.2010]. Berlin: Deutscher Kunstverlag, 2009.
Eine Rezension von Andreas Uhr