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Editorial

Folie1.JPGLiebe Leser_innen von KULT_online,

 

wir blicken  auf einen ereignisreichen Sommer zurück: So erhielt Europa die Chance, sich gegenüber geflüchteten Menschen humanitär zu positionieren. Die wichtige Solidarität vieler brach sich dabei an stumpfen Ressentiments weniger, die erneut ihre immensen Privilegien rücksichtslos zu verteidigen versuchten. Auch in der vorliegenden Ausgabe dachten manche unserer Autor_innen über diesen Ausschluss und die Aneignung des „Anderen“  nach. Etwa im Zusammenhang mit intellektuellen Eigentumsrechten indigener Kulturen, mit dem Zustand partizipativen Musealisierens im Migrationsdiskurs, hinsichtlich rassistischer Töne in populären Musikkulturen oder mit Blick auf universalistische bzw. partikularistische Menschenrechtsdebatten.

 

Diese und andere Rezensionen werden ergänzt durch gleich vier Berichte zu unterschiedlichen Veranstaltungen im weiteren Umfeld des Graduiertenzentrums. Mit einer besonders hochkarätigen Besetzung fiel dabei die „Law’s Pluralities“-Konferenz auf: An insgesamt vier Tagen diskutierten die Teilnehmenden verschiedene Ausprägungen rechtlicher Normzusammenhänge und verwiesen auf kulturwissenschaftlich bedeutsame Interdependenzen: Auf Pluralitäten des Rechts im kulturellen, narrativen, bildlichen und geschlechtlichen Sinne.

 

Wie immer wünschen wir Ihnen eine gute Lektüre!

 

Mit freundlichen Grüßen,

Marcel Wrzesinski