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Bericht zur Tagung "(Un-)Sichtbarkeiten"

Forum Junge Romanistik, Universität Rostock, 5. – 7. März 2015


Ein Bericht von Anna Isabell Wörsdörfer

 

> Konferenzübersicht


01. Plakat.jpgDas diesjährige Forum Junge Romanistik, das vom Mittelbau des Rostocker Instituts für Romanistik organisiert wurde, stand unter dem Leitthema "(Un-)Sichtbarkeiten". Das Forum rückte somit ein Begriffspaar im wahrsten Wortsinne in den Blickpunkt, welches von aktueller wie auch von überzeitlicher Relevanz ist, und nicht ausschließlich als oppositionär, sondern auch als komplementär verstanden werden kann. Damit eröffnete die Tagung den 42 internationalen Vortragenden ein breites Spektrum an Anknüpfungsmöglichkeiten innerhalb der verschiedenen romanischen Sprachen und Fachdisziplinen. Die zwei Sektionen teilten sich in eine überwiegend linguistisch und eine mehrheitlich literatur- und kulturwissenschaftlich ausgerichtete Abteilung, die sich wiederum aus je acht unbenannten ('unsichtbaren'), aber thematisch verwandten Panels − bestehend aus zwei bis drei Vorträgen − zusammensetzten.

 

Der Rektor der Universität, Prof. Dr. Wolfgang Schareck, eröffnete die Konferenz in der Aula03. Begrüßung Rektor Schareck.jpg des Universitätshauptgebäudes und machte in seinem Grußwort die 'Unsichtbarkeiten' dieses Tagungssaals 'sichtbar', indem er die historischen Persönlichkeiten auf den Gemälden, ehemalige Professoren der vier Fakultäten, vorstellte. Darauf folgte die Begrüßung von Prof. Dr. Rafael Arnold, Institutsdirektor und Inhaber des Lehrstuhls für Romanische Sprachwissenschaft: Er verwies auf die verschiedenen − zeitlich bedingten − Arten der (Un-)Sichtbarkeit, nämlich auf das 'noch nicht', das 'nicht mehr' und das 'nie jemals' (Un-)Sichtbare. Damit machte er gleichzeitig ein grundlegendes Angebot zur Systematisierung des Tagungsgegenstandes.

 

Linguistik

 

Die sprachwissenschaftlichen Beiträge reichten von Studien zu Übersetzung und Sprachgebrauch, über jene diverser linguistic landscapes, bis hin zu lexikalischen und syntaktischen Untersuchungen.

 

05. HARDY.jpgSTÉPHANE HARDY (Universität Siegen) gab den Zuhörern Einblicke in ihr Dissertationsprojekt zur Geheimsprache der französischen Metzger, dem louchébem, und legte den Akzent auf dessen Repräsentation im Internet. Dabei griff die Referentin das Konferenzthema der (Un-)Sichtbarkeiten insofern auf, als sie auf das scheinbare Paradox von bewusst verhüllender Geheimsprache und dem allzeit sowie für jedermann zugänglichen Medium des Internets hinwies: Dient das louchébem seinen Sprechern in erster Linie zur Gemeinschaftsstiftung nach innen und zur Abschottung nach außen, droht durch die Publikmachung seiner Existenz und der Wortbildungsregeln im World Wide Web der Verlust dieser Ausschließlichkeit. Aus den Darstellungen des louchébem auf verschiedenen Metzgerei-Internetseiten, welche die Geschichte dieser Sprache und ihre vorrangigen Themenfelder (Waren, Handwerk, Kundschaft, Verkauf) enthüllen, leitete Hardy einen Funktionswandel vom unsichtbaren zum sichtbaren Gebrauch ab: Statt der kryptischen herrscht nun die ludische Funktion vor. Auch die durch eine derartige Veröffentlichung hervorgerufene Werbefunktion ist, so die Referentin, nicht zu unterschätzen.

 

Der Beitrag von JENNIFER GABEL DE AGUIRRE (Alpen-Adria-Universität Klagenfurt) hatte eine lexikalische Ausrichtung und beschäftigte sich mit den Minimalwerten in der Chanson de la 06. GABEL DE AGUIRRE.jpgPremière Croisade, welche die Vortragende unlängst in Teilen ediert hat. Bei 'Minimalwerten' handelt es sich um Substantive, die in der altfranzösischen Verneinung (die noch viel variantenreicher ist als die neufranzösische) hinter dem Verneinungspartikel 'ne' als zweites Partikel angefügt werden. Insofern dienen sie dem impliziten Vergleich des Verneinten, 'Nicht-Seienden' – Unsichtbaren. Von den ca. 450 Substantiven, die im Altfranzösischen Minimalwerte sein können, sind 13 im untersuchten Kreuzzugsepos zu identifizieren: Sie stammen aus Wortfeldern der Flora und Fauna ("noiz", "pome"), des menschlichen Alltags ("aguille", "boton") und insbesondere des Münzwesens ("denier"). Verwendung finden sie vor allem in Bezug auf das Kampfgeschehen, sei es in verneinenden Äußerungen hinsichtlich der Rüstung oder im Hinblick auf die Gegner und Gott.

 

Fachdidaktik

07. SCHMITTNER.jpgAn der Schnittstelle zwischen Sprachwissenschaft und Didaktik ist der Vortrag von FABIAN SCHMITTNER (Julius-Maximilians-Universität Würzburg) mit dem Titel "Kernsatzbaupläne in Theorie und Praxis. Ein kontrastives Anwendungsbeispiel für die spanisch-französische Mehrsprachigkeitsdidaktik" einzuordnen. Er geht davon aus, dass die Sprecher romanischer Sprachen beim Erlernen einer weiteren verwandten Sprache nicht mehr bei Null beginnen, da die Kenntnis des Aufbaus sogenannter Kernsätze den Spracherwerb der Lernenden immens erleichtere. Schmittner hat für das Spanische und Französische in der Theorie insgesamt 21 Typen von Kernsatzbauplänen unterscheiden können. Seine praktische Prüfung von 20 Verben hat gezeigt, dass deren Valenzpotenzial in den beiden Sprachen in den meisten Fällen nahezu deckungsgleich ist. Somit seien die Voraussetzungen für die Anwendung im Schulunterricht erfüllt.

 

Kultur- und Medienwissenschaft

 

Viele der kulturwissenschaftlichen Beiträge der Konferenz waren medienwissenschaftlich ausgerichtet und beleuchteten die (Un-)Sichtbarkeiten demnach unter dem Aspekt des Darstellbaren und seiner (Un-)Möglichkeiten.

 

SARAH LARSEN-VEFRING (Universität des Saarlandes) widmete ihren Vortrag dem kanadischen Theaterregisseur Robert Lepage und seinem Œuvre, in welchem er kulturelle Diversität und Konflikte sichtbar macht. Sein Werk greift aktuelle Themen globalen Ausmaßes auf und reicht von moderner (kanadischer) Einwanderungspolitik, über die Verfolgung von Minderheiten, bis08. FJR_2015_Rostock_Vortragsrunde.jpg hin zu AIDS: Oft zählen Tabus, 'Unsichtbarkeiten', zu den behandelten Gegenständen. Am Beispiel des Stücks Jeux de cartes 1: PIQUE zeigte die Referentin auf, in welcher Weise Lepage die soziale Realität illegaler Putzfrauen, den finanziellen Ruin als Folge von Spielsucht und den Irakkrieg miteinander in Beziehung setzt. Zudem machte sie in Bezug auf die (Un-)Sichtbarkeiten darauf aufmerksam, dass es sich bei Lepages äußerst dichtem Werk um Ergebnisse aus zunächst improvisiertem Spiel handelt: bei aufeinanderfolgenden Inszenierungen werde Altes unsichtbar und Neues könne ins Blickfeld rücken.

 

Mit dem zeitgenössischen argentinischen Kino setzte sich NINA LINKEL (Universität Wien) im Vortrag zu "Intermedialität als Ästhetik der Verschleierung im Film. (Un-)Sichtbarkeiten topophobischer Diskurse in 'Medianeras' (2011)" auseinander. Den Film des argentinischen Regisseurs Gustavo Taretto, welcher Buonos Aires zum Schauplatz hat, interpretierte sie unter dem Gesichtspunkt intermedialer Verfahren: diese würden den als anarchistisch stigmatisierten Raum kompensieren bzw. illusionieren und gleichzeitig ästhetisch verschlüsseln. So gelang es der Referentin zum einen durch einen Vergleich von Ton- und Bildspur zu demonstrieren, inwiefern der negative Audiokommentar zu Arbeitslosigkeit und sozialer Krise der positiven visuellen Darstellung beeindruckender Stadtlandschaften gänzlich widerspricht. Zum anderen zeigte sie auf, wie die zentralen Motive der Liebesgeschichte – Einsamkeit und Anonymität – etwa durch das bekannte Wimmelbilder-Kinderbuch "Wo ist Walter?" medial gespiegelt und ästhetisch 'verschleiert' werden; zugleich werden die Motive damit verkompliziert bzw. unsichtbar, aber für den Eingeweihten mehr als sichtbar.

 

Literaturwissenschaft

 

Die Mehrzahl der literaturwissenschaftlichen Beiträge beschäftigte sich mit dem Komplex von Identität und Alterität und verortete sich zwischen den Polen von race bzw. gender. Weitere Vorträge fokussierten unterschiedliche (nicht-)visuelle Motive (zum Beispiel architektonische Elemente in der Literatur) und literarische Schreibweisen und -techniken (wie etwa die photographische).

 

09. SCHOLZ.jpgDer Vortrag von JANEK SCHOLZ (Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen) rückte etwa die Figur der Wahrsagerin am Beispiel brasilianischer Kurzgeschichten und anhand von Raum- und Spieltheorien ins Zentrum: Als 'Seherin' bringe die Wahrsagerin mithilfe einer Spielkarte Unsichtbares – Zukünftiges, Unbewusstes – ans Tageslicht. In einem Vergleich der Erzählungen von Machado de Assis, Guimarães Rosa und Clarice Lispector konnte der Referent eine Typologie der Wahrsagerin aufstellen, der zufolge sie entweder eine mütterliche Figur oder aber eine Scharlatanin repräsentiere. Doch neben diesen Unterschieden existieren auch verblüffende Gemeinsamkeiten, etwa im Hinblick auf die Heterotopie der Spielkarte, die zwischen realem Raum der Krise und fiktivem Raum der ersehnten Lösung vermittele. Ebenso stellt das Scheitern am Ende einen gemeinsamen Punkt der drei Geschichten dar, wie Scholz herausstellen konnte: Gemäß der Spieltheorie berauscht das Kartenlegen die ratsuchenden Protagonisten zwar; letztendlich handelt es sich aber doch um Selbstbetrug, da die Lösung des Konflikts nicht außerhalb des eigenen Selbst liegen kann.

 

JULIUS GOLDMANN (Julius-Maximilians-Universität Würzburg) beschäftigte sich schließlich mit "Visualisierungs- und Darstellungsstrategien des Ersten Weltkriegs bei Carlo Emilio Gadda", indem er das Fronttagebuch des noch jungen, kriegsenthusiastischen Ingenieurs den literarischen Äußerungen des gereiften und distanzierten Autors der Zwischenkriegszeit gegenüberstellte. Die Thematik der Kriegserfahrungen, des oftmals Unsag- und Unbeschreibbaren, des 'Unsichtbaren' eben, bringt es mit sich, dass die schriftliche Darstellung immer wieder an ihre Grenzen stößt – ein Umstand dem Gadda in den 1930er Jahren mittels bestimmter visueller Schreibtechniken entgegenwirken möchte. Goldmann beleuchtete das intermediale 'fotographische' Schreiben und die Bildsprache des italienischen Schriftstellers, der seine Werke fortan unter Bezugnahme auf bekannte visuelle Abbildungen montageartig konstruierte.

 

Mittelbauversammlung des Deutschen Romanistenverbandes

 

Auf dem Forum Junge Romanistik fand auch die Versammlung des DRV-Mittelbaus statt. Vorstandsmitglied und Mittelbauvertreter ROBERT HESSELBACH (Julius-Maximilians-Universität Würzburg) informierte über die Homepage und die Mitteilungshefte des DRV, sowie über die beiden kommenden Summer Schools 2015: Die diesjährige literaturwissenschaftliche Sommerschule wird vom 27. – 30. September 2015 in Potsdam / Berlin zum Thema "Text und Mahlzeit – Esskultur und alimentäre Symbolik als gastropoetische Fiktionen in der Romania" stattfinden. Die Summer School der Sprachwissenschaft mit dem Titel "Sprachliche Daten – Erhebung, Verarbeitung, Auswertung" wird vom 24. – 28. August 2015 in Mainz zu Gast sein. Die Würzburger Vertreter informierten außerdem über die neugegründete Zeitschrift "promptus", in welcher der romanistische Nachwuchs zu einem frühen Zeitpunkt seiner Karriere wissenschaftliche Aufsätze publizieren kann. Des Weiteren wurde mit Würzburg der Veranstaltungsort des nächstjährigen Forums Junge Romanistik einstimmig gewählt. Unter dem Punkt ''Sonstiges" kam die prekäre Situation des wissenschaftlichen Mittelbaus zur Sprache, von dem aufgrund der Stellensituation ständige Mobilität verlangt wird, die sich wiederum negativ auf das Privat- und Familienleben auswirkt. Spontan konstituierte sich eine Gruppe, welche die Gründung einer Plattform zum persönlichen Erfahrungsaustausch ins Auge gefasst hat, um diese Problematik 'sichbar(er)' zu machen.

 

Ergebnisse und Dokumentation

10. Plenar1.jpgDie Plenardiskussionen am Ende jedes Konferenztages haben sichtbar gemacht, welch vielfältige Themenfelder das Tagungsthema berührt. Dabei sind es zumeist binäre Begrifflichkeiten wie etwa 'Macht' und 'Ohnmacht', 'Wissen' und 'Unwissen', 'Identität' und 'Alterität', unter denen die Bedeutungspotenziale der "(Un-)Sichtbarkeiten" ausgehandelt werden. Diese Begriffspaare sind, wie das übergeordnete Thema, nicht in erster Linie als Gegensätze zu begreifen, sondern in ihrer wechselseitigen Bedingtheit zu verstehen: Die Dominanz des Starken bewirkt immer die Unterdrückung des Schwachen, aus Unkenntnis kann Kenntnis erwachsen, das Eigene konstituiert sich stets in der Abgrenzung zum Anderen. Die Diskussion über die mögliche Tauglichkeit der (Un-)Sichtbarkeiten, eben als (all-)umfassendes Konzept innerhalb der romanischen Philologie zu dienen, blieb unentschieden: Auch die verschiedenen Disziplinen bewegen sich also zwischen (sichtbarer) Abgrenzung und (unsichtbarem) Ineinanderfließen.

 

Die Homepage des Forum Junge Romanistik kann unter folgendem Link eingesehen werden: www.fjr2015.uni-rostock.de. Die Veranstalter planen eine Publikation der Tagungsakten für 2016.

 

 

Konferenzübersicht

 

Sektion I


Panel 1

Giuseppe Zarra (Sapienza – Università di Roma): "Eufemismo e disfemismo nelle traduzioni italiane della sesta satira di Giovenale"

Emanuele Ventura (Università per Stranieri di Siena): "Übersetzungsstrategien in den italienischen Versionen von Aristophanes: Euphemismen, Missverständnisse und Verschwinden der vis comica"

Stefan Serafin (Universität Rostock): "En vaso indebido (Un)Sichtbarer euphemistischer Sprachgebrauch in den Werken der Real Academia Española am Beispiel des unanständigen(?) trato carnal"


Panel 2

Jannis Harjus (Johannes Gutenberg-Universität Mainz): "'Lo siento pisha to er mundo no puede ser de Cai': La representación gráfica de las hablas andaluzas occidentales en los Linguistic Landscapes de la Provincia de Cádiz"

Mariella Costa (Leibniz Universität Hannover / Ruhr-Universität Bochum): "Wolfsburg und die sichtbare 'Italianità'"


Panel 3

Philippe Moser (Universität Bern): "Visibilité et invisibilité dans les paysages linguistiques de villes plurilingues"

Stéphane Hardy (Universität Siegen): "Wenn Geheimes sichtbar wird: Die Geheimsprache louchébem und ihre Enthüllung im Internet"


Panel 4

Jennifer Gabel de Aguirre (Alpen-Adria-Universität Klagenfurt): "Car onc nos vassis l'ele d'une perdriz – Minimalwerte in der Chanson de la Première Croisade"

Anja Mitschke (Christian-Albrechts-Universität zu Kiel): "Der Einfluss von Entlehnungen auf die Wortbildung im französisch-italienischen Vergleich"

Coline Baechler (Universität Mannheim): "Arztbewertungsportale in Frankreich und Deutschland – Sichtbarkeit zwischen intrans­parentem Sprachgebrauch, verborgenem Kultureinfluss und gesichtslosem Patient"


Panel 5

Frédéric Nicolosi (Johannes-Gutenberg-Universität Mainz): "Focus-Markierung im Altitalienischen"

Ruth Videsott (Universität Wien / Freie Universität Bozen): "'Al é I Spirit che dà la vita – Der Geist ist es, der lebendig macht (Jh, 6:63)'. Syntaktisch-pragmatische Bemerkungen zu den Hervorhebungsstrategien in rätoromanischen Evangelienübersetzungen"

Robert Hesselbach (Julius-Maximilians-Universität Würzburg): "Französische und spanische Syntax visualisiert in 3 D – was ein Vektorenmodell für den Sprachvergleich leisten kann"


Panel 6

Fabian Schmittner (Julius-Maximilians-Universität Würzburg): "Kernsatzbaupläne in Theorie und Praxis. Ein kontrastives Anwendungsbeispiel für die spanisch-französische Mehrsprachigkeitsdidaktik"

Christian Koch (Universität Siegen): "Sprachliche Kompetenzen romanisch-polyglotter Sprecher empirisch sichtbar machen"


Panel 7

Nina Linkel (Universität Wien): "Intermedialität als Ästhetik der Verschleierung im Film. (Un‑)Sichtbarkeiten topophobischer Diskurse in Medianeras (2011)"

Jana Nürnberger (Universität Regensburg): "Möglichkeiten und Grenzen der Darstellung von Flüchtigkeit durch photographische Schreibweisen bei Charles Baudelaire, Eric Sarner und Michel Deguy"

Julius Goldmann (Julius-Maximilians-Universität Würzburg): "Visualisierungs- u. Darstellungsstrategien des Ersten Weltkriegs bei Carlo Emilio Gadda"


Panel 8

Kai Schöpe (Freie Universität Berlin): "Schleier, Wolke und Gewand: Semantiken der Verhüllung und Verkleidung antiker Texte"

Anna Isabell Wörsdörfer (Justus-Liebig-Universität Gießen): "(Un)Sichtbarkeiten in der ritterlich-höfischen Welt: Chrétien de Troyes: Yvain ou Le chevalier au lion (~1180) • Baculard d'Arnaud: Sargines (1772) • Zink: Déodat ou la transparence (2002)"

Christoph Behrens (Universität Rostock): "Sichtbare Berge besteigen. Ein Beitrag zur Wahrnehmungsästhetik der Vormoderne"


Sektion II


Panel 1

Kristin Ostendorf (Ruhr-Universität Bochum): "Mennoniten: (Un-)sichtbare sprachliche und kulturelle Minderheit in Paraguay und Bolivien"

Sarah Burnautzki (Universität Mannheim): "Unsichtbarkeiten, Unsagbarkeiten: Marie NDiayes Ästhetik im Fokus von Farbenblindheit und Rassialisierung"

Burglinde Hagert (Leopold-Franzens-Universität Innsbruck): "Zwischen Zugehörigkeit und Abgrenzung: jüdisch-italienische Literatur zu Beginn des 20. Jahrhunderts"


Panel 2

Gabriele Hassler (Technická Univerzita v Liberci): "'Tengo que manifestarme en la sombra, porque hay hombres ¡que se beben la luz!' – subjetividad lesbiana, visible e invisible en la poesía de Gloria Fuertes"

Sandra Hettmann (Humboldt-Universität zu Berlin): "'¿Cuál es el mayor tributo, el homenaje que un hombre puede ofrecer a la mujer que ama?'Cristina Peri Rossis Roman La nave de los locos (1989) feministisch gelesen: ambivalente Männlichkeiten und andere Geschlechtsidentitäten"


Panel 3

Anna-Susan Franke (Universität Paderborn): "'Alors regardez cette réalité que vous refusez tant de voir!' – Argumentieren mit Sinnesverben im politischen Diskurs zum Mariage pour tous als lexikalisch-semantische Strategie zur Offenlegung von tabuisierten gesellschaftlichen Gegebenheiten"

Julia Obermayr (Karl-Franzens-Universität Graz): "Spieglein, Spieglein an der Wand …
(Un-)Sichtbarkeiten lesbischer Identitäten in Lesbian Web Series der Romania sowie den Amerikas"


Panel 4

Albert Göschl (Karl-Franzens-Universität Graz): "Der Weitblick der Gebäudetexte. Panoptismus und Durchsichtigkeit in der utopischen Literatur des 19. Jahrhunderts"

Cindy Heine (Universität Erfurt): "Die (Un-)Sichtbarkeit der Wand – Zur literarischen (Un-)Möglichkeit der Darstellung architektonischer Elemente"

Aenne Gottschalk (Georg-August-Universität Göttingen): "Introspecciones en un mundo del aparentar: El motivo de la vista y de la visibilidad en Mano de obra de Diamela Eltit"


Panel 5

Kerstin Kloster (Johannes Gutenberg-Universität Mainz): "De bons masques sont mélangés avec de mauvais masques, mais tous portent un masque – Une analyse des différences
(non-) visibles à travers la métaphore du désir dans La Chair du maître (1997) et Vers le Sud (2006) de Dany Laferrière ainsi que le film Vers le sud (2005) de Laurent Cantet"

Frederik Kiparski (Universität Mannheim): "Zur (Un-)Sichtbarkeit von Körper und Medium in Samuel Becketts 'Intermède' Souffle"

Sarah Larsen-Vefring (Universität des Saarlandes): "Enthüllung im Theater. Visualisierung (un-)sichtbarer soziokultureller Realitäten bei Robert Lepage"


Panel 6

Marita Rainsborough (Universität Hamburg): "Un/Sichtbarkeiten. Ästhetik des Verschwindens und Geschichte des Unsichtbaren im Roman TEORIA GERAL DO ESQUECIMENTO von José Eduardo Agualusa"

Janek Scholz (Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen): "Die Rolle der Wahrsagerin bei Machado de Assis, Guimarães Rosa und Clarice Lispector"


Panel 7

Karin Schulz (Universität Konstanz): "'Le tour du kaléidoscope' oder die Visualisierung des Unsichtbaren. Gesellschaftliche Wandlungs­prozesse bei Proust"

Matthias Grein (Universität Hamburg / Georg-AugustUniversität Göttungen): "Gender, Intersektionalität und die Unsichtbarkeit sozio-ökonomischer Ungleichheiten bei der Wahl von Französisch in der Sekundarstufe II"

Jonas Hock (Universität Regensburg): "Das Spiel der Unsichtbarkeiten in Pierre Klossowskis Lois de l'hospitalité"


Panel 8

Kyra Kuhlmann (Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg): "Los desaparecidos como entidad invisible en la sociedad argentina"

Regina Schuhbauer (Universität Regensburg): "Die (Un-)Sichtbarkeit der Résistance chrétienne in der gegenwärtigen französischen Museumslandschaft"

Minerva Peinador Pérez (Universität Rostock): "Bajo la piel. Die Zensur, die es nicht mehr gibt (?)"

 

 

© bei der Autorin und bei KULT_online
Fotos: Christoph Behrens, Juliane Ebert, Beate Kern, Joris Lehnert, Minerva Peinador Pérez, Susana García Rodríguez, Jennifer Roger, Fanny Romoth, Stefan Serafin, Anna Ch. Thode und Anna Wörsdörfer