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Bericht zur Tagung "Material Matters in Times of Crisis Capitalism. Transnational feminist and decolonial perspectives"

Internationale Konferenz, Justus-Liebig-Universität Gießen, 13. – 15. November 2014



Ein Bericht von , und


> Konferenzübersicht

 

Vor mehr als fünf Jahren offenbarte die Finanzkrise der europäischen Bevölkerung mit einem Schlag die Instabilität der kapitalistischen Wirtschaftsform. Gleichzeitig wurde der Öffentlichkeit deutlich, in welch hohem Ausmaß das Finanz- und Wirtschaftssystem global verzahnt ist. Inzwischen boomt die akademische und politische Auseinandersetzung um gesellschaftliche Transformationen in "Krisenzeiten". Im Anschluss an die mit diesem Phänomen einhergehende internationale sozial- und kulturwissenschaftliche Auseinandersetzung, hat der Lehrstuhl Allgemeine Soziologie am Institut für Soziologie der Justus-Liebig Universität (Prof. Dr. Encarnación Gutiérrez Rodríguez) die internationale Konferenz "Material Matters in Times of Crisis Capitalism. Transnational feminist and decolonial perspectives" organisiert. Die Konferenz, die Gutiérrez Rodríguez zusammen mit ihren wissenschaftlichen Mitarbeiter_innen Ceren Türkmen und Sebastian Garbe konzipiert hat (13. – 15. November 2014 an der Justus-Liebig Universität in Gießen), fragte nach Materialität in Zeiten der Finanzkrise unter Berücksichtigung feministischer und dekolonialer Ansätze. Drei miteinander verbundene Ziele wurden dabei verfolgt: erstens, aus einer feministisch-dekolonialen Perspektive die Analyse der Auswirkungen der Krise auf die Lebensbedingungen und –weisen zu untersuchen; zweitens die theoretische Erfassung des Dreieckverhältnisses von Feminismus, Kolonialität und politischer Ökonomie; und drittens die Erarbeitung von sozialen und politischen Alternativen sowie Visionen gesellschaftlichen Zusammenlebens.

 

Das Format der Konferenz setzte sich aus sieben Hauptvorträgen zusammen, die von den international renommierten Wissenschaftlerinnen GAYATARI CHAKRAVORTY SPIVAK (Columbia Universität), LOURDES BENERÍA (Cornell Universität), RHODA REDDOCK (Universität der West Indies, Trinidad), BEATRIZ PADILLA (Minho Universität), GÜLAY TOKÖZ (Universität Ankara), MARINA GRZINIC (Akademie der bildende Künste, Wien) und den Nachwuchswissenschaftlerinnen YUDERKYS ESPINOSA (Universität Buenos Aires) und GLADY TZUL TZUL (Benemerita Universität Puebla, Mexiko) gehalten wurden. Die Hauptvorträge fanden in vier Plenarsitzungen zu folgenden Themen statt: (1) Materialität, Politik und Ethik; (2) Arbeit, Entwicklung und feministische politische Ökonomie; (3) Migrationsregime und Geschlecht sowie (4) Feministische Kritiken an Rassismus und Kolonialität. Die in den Hauptvorträgen eingeführten Themen wurden in den 17 Panels weiter vertieft und diskutiert. Des Weiteren boten zwei Podiumsdiskussionen mit lokalen Wissenschaftlerinnen und Vertreterinnen aus der Praxis die Möglichkeit, die Themen auf konkrete Studien und Projekte zu beziehen. Eine weitere inhaltliche und theoretische Auseinandersetzung fand auf der visuellen und performativen Ebene statt, etwa in den künstlerischen Beiträgen von VIRGINIA VILLAPLANA (Universität Murcia), SOPHIE HOYLE (Goldsmiths, London) und RAUL GSCHREY (GCSC, Gießen/Frankfurt). Die Konferenz erfreute sich einer regen Teilnahme von rund 350 internationalen Gästen und über 70 Referent_innen.

Eröffnet wurde die Konferenz mit den Grußworten des Universitätspräsidenten JOYBRATO MUKHERJEE, des Dekans des Fachbereiches der Sozial- und Kulturwissenschaften ANDREAS LANGENOHL, dem Forschungskoordinator des International Graduate Centre for the Study of Culture (GCSC), JENS KUGELE, und dem Eröffnungsvortrag der Kultur- und Literaturwissenschaftlerin GAYATARI CHAKRAVORTY SPIVAK (Columbia Universität).

 

Feministische Perspektiven & transnationale Krisenanalyse

 

Gayatri Chakravorty Spivak (Columbia Universität) gab zunächst in ihrem Hauptvortrag mit dem Titel "Calling All Feminists", der im Rahmen der ersten einführenden Plenarsitzung zu "Materialität, Politik und Ethik" gehalten wurde, der Konferenz zu bedenken, dass wir eine neue Sprache entwickeln müssen, um transnationale Perspektiven auf Krisenerfahrungen kohärent erfassen zu können. Spivak kritisierte mit Hinweis auf die Widersprüchlichkeit des "double bind" entwicklungsteleologische Konzepte, die selber Machtverhältnisse reproduzieren und uns heute mit postkolonialer Erfahrung jenseits von paternalistischen Fürsorgekonzepten des guten Willens dahin führen müssen, die inneren Antagonismen von Süd-Nord Verhältnissen stärker in den Blick zu rücken. Die erste Podiumsdiskussion mit NOA HA (TU Berlin), DOROTHEA LINDENBERG (Women in Exile & Friends) und LUXENIR CAIXETA (MAIZ) brachte politische Erfahrungen aus selbstorganisierten Migrant_innengruppen und aus der Flüchtlingsbewegung aus in Deutschland und Österreich in die Diskussion mit ein.

Diesen transnational-feministischen Blick in der Analyse von Materialität haben Lourdes Benería (Cornell Universität) und Rhoda Reddock (Universität der West Indies, Trinidad) in ihren Vorträgen der zweiten Plenarsitzung "Arbeit, Entwicklung und feministische politische Ökonomie" empirisch weiter fortgeführt. Benerías wissenschaftshistorischer Vortrag machte aus einer historisch-kritischen Perspektive zunächst die Entwicklung der feministischen Ökonomiekritik seit den 1970er Jahren nachvollziehbar. Zudem formulierte sie eine Kritik an ökonomistischen Reduktionen in den orthodoxen, neoklassischen aber auch marxistischen Wirtschaftswissenschaften im Hinblick auf bezahlte Lohnarbeit. Wie Lohnkosten durch unbezahlte Frauenarbeit gesenkt, entwertet und reproduziert werden würden, sollte erst mit der Gründung der feministischen Ökonomiekritik als Thema und Kategorie Einzug in die akademischen Debatten gehalten haben. Die zweite globale Frauenbewegung sei als politische Bewegung an dem Paradigmenwechsel ebenso beteiligt gewesen, wie die Feminisierung von Arbeit im Zuge der Globalisierung. Reddock zeigte am konkreten Beispiel von Trinidad und Tobago wie besonders in postkolonialen Räumen Arbeitsverhältnisse über race und Geschlecht strukturiert sind. Dadurch werde das Phänomen der gesellschaftlichen Gewalterfahrung und der informellen Ökonomie zum zentralen Thema innerhalb feministischer Diskussionen und gesellschaftlichen Dynamiken in der Karibik.

Die Debatte um feministische Ökonomiekritik wurde in der nächsten Plenarsitzung "Migrationsregime und Gender" um weitere europäische Fallbeispiele ergänzt und durch die Verbindung zum europäischen Migrationsregime fortgeführt. Gülay Toksöz (Ankara Universität) machte die Erfahrung der Frauenarbeit im patriarchal organisierten Kapitalismus in der Türkei zum Zentrum ihrer Analyse. Um zu verstehen, wie die Arbeit immigrierter  Frauen in der Türkei organisiert und strukturiert ist, sei der gesellschaftliche Organisierungsfaktor von Religion hier ausschlaggebend. Beatriz Padilla (Minho Universität) zeigte mit ihrer Analyse der Krisenerfahrung in Portugal auf, wie sich Migrationsbewegungen aufgrund dieser Erfahrung neu strukturieren. Dabei seien vor allem Migrant_innen in Lissabon durch das Wegfallen sozialstaatlicher Dienstleistungen darauf angewiesen, sich neu zu organisieren.

Marina Gržinić (Akademie der bildenden Künste, Wien) lenkte in ihrem Vortrag in der nächsten Plenarsitzung "Feministische Kritiken an Rassismus und Kolonialität" die Debatte hin zu einem neuen sprachlichen Krisenverständnis und stellte ihr Theorem von transmigrantischen, transgeschlechtlichen und transfeministischen Kämpfen vor. In der aktuellen Krise würden wir an die Krisenerfahrung und gesellschaftlichen Metamorphosen nach dem Mauerfall 1990 anschließen, die insbesondere im Verhältnis von Ost-West bearbeitet werden würden. Der Multikulturalismus dieser Zeit ist, so Gržinić, in sich ambivalent gewesen. Vielmehr deutet sie diese Phase als Teil eines enormen Rassifizierungs- und Militarisierungsprozesses. Gladys Tzul Tzul (Benemérita Universität Puebla, Mexiko) und Yuderkys Espinosa (Universität Buenos Aires) haben die Diskussionen des Panels auf politische Erfahrungen in Lateinamerika zurückgeführt. Tzul Tzul etwa lieferte mit ihrer empirischen Fallstudie ein Beispiel für die kommunale Selbstverwaltung und autonomen Organisationsprozesse indigener Gemeinschaften in Guatemala. Diese Prozesse seien als Reaktion auf die jahrhundertelange Marginalisierung und Kolonisierung indigener Lebenswelten zu verstehen und ließen sich als Reaktion auf einen konstanten Krisenzustand interpretieren, den diese Gruppen erlebten. Bei diesem Beispiel kommunaler Selbstverwaltung entstehen, so Tzul Tzul, soziale Beziehungen, die auf den Erfahrungen von indigenen Familienbeziehungen und selbstverwalteter Politiken aufbauen. Im Vordergrund stehen Kommunalisierungsprozesse von Ressourcen des öffentlichen Lebens wie Wasser, Energie, Märkte, Wald, Lebensraum und Schulen. Espinosa ergänzte die Analyse des Panels, indem sie die "Ent-gegnung" zwischen feministischen, antirassistischen und dekolonialen Kämpfen sowie Bewegungen in Abya Yala (Lateinamerika und Karibik) historisch-kritisch aufarbeitete. Die "Ent-gegnung" zwischen den beiden Kämpfen und Bewegungen rekonstruiert die Wissenschaftlerin als ein Zusammenkommen, aber auch ein Auseinanderdriften. Sie geht dieser konjunkturell brüchigen Beziehung nach und stellt dabei die These auf, dass die verspätete Rezeption der antirassistisch-dekolonialen Theorie im Eurozentrismus des lateinamerikanischen Feminismus und dem verhärteten Blick auf Geschlechtlichkeit selbst begründet liegt. Erst die antirassistisch und dekolonial motivierten Kämpfe hätten diesen blinden Fleck aufdecken und einen gemeinsamen Weg für feministische und dekoloniale Bestrebungen ebnen können.

In der abschließenden Podiumsdiskussion haben BARBARA HOLLAND-CUNZ (Justus-Liebig Universität), MARIA VIRGINIA GONZALES (Bildungsreferentin, München), LLANQUIRAY PAINEMAL (Respekt e.V., Berlin) und Selçuk YURTSEVER-KNEER (Menschenrechtszentrum Karlsruhe) auf feministische Erfahrungen und politische Strategien in Deutschland aufmerksam gemacht. Die Vorträge wurden von zahlreichen Beiträgen aus dem Plenum ergänzt, die nicht nur Beispiele gaben, wie das Verhältnis von Wissenschaft und Politik in times of crisis gedacht werden kann, sondern wie auf der Höhe der Zeit auch Grenzerfahrungen überwunden werden können.

 

Von multiplen Kritiken an Materialität bis zum "guten Leben"

 

In den insgesamt 17 Panels am zweiten und dritten Konferenztag hatten weitere internationale Wissenschaftler_innen und Aktivist_innen die Gelegenheit, ihre Forschungsergebnisse und Perspektiven mit den Konferenzgästen zu teilen beziehungsweise in einem kleinerem Rahmen zu diskutieren. Besonders in diesen zahlreich besuchten Panels spiegelte sich die ganze Brandbreite des thematischen Schwerpunkts der Konferenz wider. Davon ausgehend wurde zunächst diskutiert, wie sich die Materialität sozialer Zusammenhänge im Verhältnis zu Vorstellungen über Körper, Affekte und Werte verhält und was die Perspektive eines "neuen Materialismus" bringen kann. Der feministische Schwerpunkt der Konferenz spiegelte sich in Debatten sowohl um Rechte von Frauen und sexuellen Minderheiten, als auch um die Repräsentation von Sexualität und Geschlechtlichkeit wider. Dabei stand die Entwicklung der zunehmenden Feminisierung von Arbeitsverhältnissen ebenso im Raum, wie die Analyse von Haus- und affektiver Arbeit, die von Frauen geleistet wird. Ein weiterer Teil der Panels beschäftigte sich mit der Frage, wie in Zeiten von Krise eine Kritik am Kapitalismus geäußert werden kann und wie sich diese Krise in Migrationsbewegungen und kolonialen Machtverhältnissen äußert. Zuletzt war es ein besonderes Anliegen der Konferenz, mögliche Alternativen ausgehend von der Krisenerfahrung zu entwickeln; soziale und politische Kämpfe sollten an der Schnittstelle zwischen Krise und Wandel verstanden werden. Während die Dekolonisierung der politischen Ökonomie zur Überwindung von kolonialen Machtzusammenhängen als makrosoziale Alternative debattiert wurde, lag der Schwerpunkt bei anderen Workshops auf mikrosozialen Veränderungen wie etwa durch solidarische Beziehungen oder in Anlehnung an das buen vivir, das gute Leben, als indigener Erwartungshorizont einer besseren Zukunft.

 

Ergebnisse und Dokumentation

 

Auf der Konferenz wurden drei Forschungsergebnisse und theoretische Prämissen deutlich. Wenn man über die Krise spricht, muss der europäische Blick überwunden, sogar dezentriert werden. Das bedeutet, dass die globalen Verstrickungen nicht nur als marktförmige Abhängigkeiten organisiert sind, sondern vor allem auch soziologisch als gesellschaftliche Beziehungen verstanden werden müssen. Dazu gehören globale Geschlechterverhältnisse ebenso wie ethnisierte und postkoloniale Beziehungen. Ebenso wurde deutlich, dass die Krisenerfahrung im Kapitalismus nicht als europäische Ausnahmesituation zu betrachten, sondern eher systemisch und global zu denken ist. Denn obwohl sich die Auswirkungen der globalen Finanzkrise lokal unter spezifischen geo-politischen und historischen Bedingungen ereignen, sind sie an politische und ökonomische, internationale Prozesse zurückzubinden. Zusammenfassend hat die Konferenz zur erweiterten Analyse von Krise beigetragen, indem eine ökonomische Analyse der Krise in Dialog mit kultur- und gesellschaftskritischen Ansätzen gebracht wurde. Um dieses Ergebnis in die wissenschaftliche Debatte einfließen zu lassen, ist die Publikation eines englischsprachigen Sammelbandes mit den Beiträgen der Hauptvortragenden und weiteren ausgewählten Beiträgen geplant.

Zudem kann die ausführliche Konferenzseite als Informationsplattform weiterhin besucht werden (https://materialmattersconference.wordpress.com/). Gegenwärtig arbeitet der Lehrstuhl an einer virtuellen Konferenzdokumentation, die Videoausschnitte der Hauptvorträge beinhalten wird. 



Konferenzübersicht

Begrüßung

Joybrato Mukherjee (Präsident der Justus-Liebig Universität)
Andreas Langenohl (Dekans des Fachbereiches der Sozial- und Kulturwissenschaften, JLU)
Jens Kugele (Forschungskoordination des International Graduate Centre for the Study of Culture, GCSC)
Encarnación Gutiérrez-Rodríguez, Ceren Türkmen, Sebastian Garbe (Organisationsteam der Konferenz, Lehrstuhl für Allgemeine Soziologie, JLU)
 

Materialität, Politik und Ethik


Gayatri Chakravorty Spivak (Columbia Universität, New York): "Calling All Feminists"
Podiumsdiskussion: Noa Ha (Technische Universität, Berlin), Dorothea Lindenberg, (Women in Exile & Friends, Berlin/Brandenburg) und Luzenir Caixeta (Autonomes Zentrum von & für Migrantinnen, Linz)
Moderation: Encarnación Gutiérrez-Rodríguez (JLU, Gießen)

 

Arbeit, Entwicklung und feministische politische Ökonomie


Lourdes Benería (Cornell University, New York): "On Words and Things: A view from Feminist Economics"
Rhoda Reddock (University of the West Indies, St. Augustine): "Welcome to Paradise: Reflections on the Intersecting Crises of Gender, Labour and Violence in the Caribbean."
Moderation: Shirley Ann Tate (University of Leeds)

 

Migrationsregime und Gender


Gülay Toksöz (Universität Ankara): "Women's labour - How does patriarchy and capitalism articulate in different parts of the developing world?"
Beatriz Padilla (Universität Minho): "Material matters in times of crisis. Gender & Migration matter in austerity"
Moderation: Beatrice Michaelis (Die Junge Akademie, Berlin)

 

Feministische Kritiken an Rassismus und Kolonialität


Marina Gržinić (Akademie der bildenden Künste, Wien): „We need not a new but an indecent materialism: transmigrant, transfeminist and transgender struggles"
Gladys Tzul Tzul (Benemérita Universität Puebla): "Indigenous communal systems of governance: a theoretical approach"
Yuderkys Espinosa (Universität Buenos Aires): "Towards a construction of a history of (dis)encounter: feminist reason and the antiracist and decolonial agency in Abya Yala"
Moderation: Cristina Vega (FLACSO Ecuador, Quito)

 

Abschlusspodium


Barbara Holland-Cunz (JLU, Gießen), Maria Virginia Gonzalez (Bildungsreferentin, München), Llanquiray Painemal (Respekt e.V., Berlin), Selçuk Yurtsever-Kneer (Menschenrechtszentrum, Karlsruhe)
Moderation: Duygu Gürsel (Allmende e.V.)

 

Panel Sessions


New Materialism
Body and Value
Affects
Rights & Sexuality
Representation Practices of sex/gender
Feminization and Coloniality of Labour
Caring/Loving/Cooking
Conflict, Gender and Activism in Web Spaces
Coloniality of Power
Discussing Crisis Capitalism
Migration Regimes and Crisis Capitalism
Struggles between Crisis and Change I and II
Social Struggles in Times of Capitalist Crisis: Contributions from the Perspective of (Social) Reproduction by Kitchen Politics – Queerfeminist Interventions
Racism and Anti-Racism in the Nordic Countries
Decolonizing Political Economy
Rethinking Solidarity
Buen Vivir? Sustainabilities and Commons

 


© bei den Autor_innen und bei KULT_online
Fotos: Macarena González Ulloa