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Editorial

Liebe Leser_innen,

jedes Jubiläum trägt der Erinnerung eines kulturellen Zusammenhangs Rechnung, es verweist auf Kontinuität und Wandel zugleich. In vierzig Ausgaben KULT_online hat sich einiges verändert: zahlreiche Mitarbeiter_innen waren tätig; zu den Rezensionen gesellten sich bald Berichte; schließlich ein neues, schlankeres Design. Zudem ist mit dieser Jubiläumsausgabe die Migration unserer Internetseite abgeschlossen: Stöbern Sie durch KULT_onlines Vergangenheit in unserem überarbeiteten Archiv mit Volltextsuche!

Kontinuität beweisen wir mit einer gleichbleibend hohen Qualität an Beiträgen – 13 sind es in dieser Ausgabe. Neben kulturwissenschaftlichen Neuerscheinungen berichten unsere Autor_innen diesmal von zwei wissenschaftlichen Exkursionen. So reisten die GGK-Arbeitsgruppen "Museumskultur", "Kulturmanagement" und "Game Studies" gemeinsam nach Berlin, um dortige Museen auf erzählerische, interaktive und multimediale Elemente zu befragen. Weiter weg zog es GCSC- und Hans-Böckler-Stipendiat_innen: Auf Zypern gingen sie den Folgen der Finanz- bzw. Wirtschaftskrise in einem 'geteilten' Land nach.

Geradezu klassisch-literaturwissenschaftlich muten demgegenüber unsere drei diesmaligen Fallstudien an: Ob zur 'galanten Dichtung' im 17. Jahrhundert, zur Rolle von 'Natur' und 'Landschaft' in aufklärerischen Schriften, oder zur kulturellen Wert(haft)igkeit von 'Testamenten' im Kontext des 19. Jahrhunderts. Alle drei überzeugen – so unseren Rezensent_innen – durch ihre materialreiche Auseinandersetzung mit den Themen.

Eher übersichtsartig nähern sich vier weitere Publikationen ausgewählten literaturwissenschaftlichen Korpora: ergänzend epochenübergreifend diskutiert etwa ein französischer Sammelband Aspekte der Mittelalterrezeption in der Frühen Neuzeit – überaus gelungen, wie unsere Rezensentin findet. Das Biographische als Sujet – von der Moderne bis in die Gegenwart – interessiert einen weiteren Rezensenten. Erzähltheoretische Fragen schlussendlich, etwa zu alternativen Vergangenheiten und Zukünften, oder zu Genre-Fragen mit Blick auf die Praxis der Gegenwartsliteratur, werden ebenso in den Rezensionen dieser Ausgabe verhandelt.

Wie weit 'the study of culture' schließlich über die Literaturwissenschaften hinausgeht, zeigen vier weitere Rezensionen zu ausgesuchten 'Spezialfällen': Form und Umfang 'positiver Pflichten' mit Blick auf das Weltarmutsproblem; die interkulturelle Perspektive in konzeptionellen Fragen populärer Religiosität der Gegenwart; beinahe manifest-artige Argumente gegen normative Abstraktionen und 'Arbeit'; sowie, als Nachtisch gewissermaßen, eine Edition zur Kochkunst Eva Königs im aufklärerischen 18. Jahrhundert.

Die KULT_online-Redaktion wünscht guten Appetit!

Mit besten Grüßen,

Marcel Wrzesinski