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Perspektivenwechsel nach zehn Jahren: literaturwissenschaftliche Systematisierung und didaktische Vermittlung ästhetischer Verarbeitungen des 11. September 2001

Eine Rezension von Anneka Esch-van Kan

Däwes, Birgit: Ground Zero Fiction. History, Memory, and Representation in the American 9/11 Novel. Heidelberg: Winter, 2011.

Bauder-Begerow, Irina; Schäfer, Stefanie (Hg.): Learning 9/11. Teaching for Key Competences in Literary and Cultural Studies. Heidelberg: Winter, 2011. 


Es heißt oft, dass für eine wissenschaftliche Betrachtung (historischer) Ereignisse eine zeitliche Distanz nötig sei. Die Terroranschläge vom 11. September 2001 liegen nun ein Jahrzehnt zurück. Betroffenheit und traumatische Erinnerungen färbten lange auch den akademischen Diskurs um 9/11. Birgit Däwes Ground Zero Fiction und der von Irina Bauder-Begerow und Stefanie Schäfer herausgegebene Band Learning 9/11 können als exemplarisch für einen Perspektivenwechsel betrachtet werden. Die Systematisierung der literarischen Verarbeitungen von 9/11 tritt an die Stelle der stark auf Inhalte fokussierten Analyse einzelner Werke. Der Fokus auf die Vermittlung der Anschläge an jene Generationen, die keine aktiven Erinnerungen an diese mehr haben, verändert und relativiert die Frage nach deren politischem wie gesellschaftlichem Einfluss. Die Bände erweitern den Kanon der 9/11-Literatur, gleichzeitig könnten sie als der Anfang vom Ende des Wucherns der Texte über 9/11 gedeutet werden. 

 

> Inhaltsverzeichnis von Learning 9/11

Nach einem Jahrzehnt wandelt sich der Blick auf die künstlerischen Verarbeitungen der Terroranschläge des 11. September 2001 auf New York und Washington. Das Thema, das lange alle Formate und disziplinären Schranken zu sprengen schien, wird domestiziert und disziplinspezifischen Fragestellungen und Kategorisierungen unterworfen. Birgit Däwes' Ground Zero Fiction und der von Irina Bauder-Begerow und Stefanie Schäfer herausgegebene Band Learning 9/11 beginnen mit einer die bisherigen Diskurse um 9/11 bestätigenden Geste: Beide Bände verweisen auf die einschneidende und epochale Bedeutung der Anschläge. Trotz der expliziten Betonung der fortdauernden Aktualität und Bedeutung von 9/11 relativieren die vorgeschlagenen Perspektiven dann jedoch genau diese, indem sie die verschiedenen Formen der ästhetischen Verarbeitungen kategorisieren und nach der Vermittlung des kanonisierten Wissens über 9/11 in Schule und Universität fragen. 

Däwes schlägt in Ground Zero Fiction eine tentative Typologie verschiedener Formen von 'Ground Zero Fiction' vor. Gegenstand sind narrative Texte, insbesondere Romane, die seit 2001 in den USA erschienen sind und sich zentral oder auch nur am Rande mit den Anschlägen auseinandersetzen. Die Typologie ist dynamisch und räumt die Möglichkeit von Verbindungen verschiedener Typen ein. Däwes ordnet die vielfältigen Formen der 'Ground Zero Fiction' folgendermaßen: metonymische Ansätze (metonymic approaches), heilsversprechende Ansätze (salvational approaches), diagnostische Ansätze (diagnostic approaches), Ansätze mit Tendenz zur Aneignung fremder Perspektiven (appropriative approaches), symbolische Ansätze (symbolic approaches) und Ansätze, die Lesern eine bedeutungsgenerierende Funktion zuweisen (writerly approaches). Die Verfasserin arbeitet anhand der exemplarischen Betrachtung vielzähliger Romane je spezifische Repräsentationsstrategien und thematische wie stilistische Merkmale heraus, die dazu dienen dürften, weitere Text schnell zu verstehen und treffsicher einzuordnen.  
 
Die Breite der Untersuchung betont Däwes mehrfach als notwendige Voraussetzung zur Gewinnung verallgemeinerungsfähiger Ergebnisse. Sie räumt zwar ein, dass die hohe Bedeutung der Quantität Ground Zero Fiction angreifbar mache, da eine umfassende Betrachtung schlechthin unmöglich sei, dennoch zeigt nicht zuletzt die Aufgliederung der Bibliographie den enzyklopädischen Anspruch des Bandes. Die weit aufgefächerte und umfangreiche Literaturliste ist von großem heuristischem Wert und wird vielen dienlich sein. Zugleich wird der umfassende Anspruch jedoch unweigerlich enttäuscht: Während bei den Angaben zum Film von "Selected Films" die Rede ist, wird zum "9/11 Drama" eine geradezu beliebige Listung vorgenommen und deren Selektivität nicht eigens betont. Unzufriedenheit mit der Auswahl der Werke wird sich unweigerlich in Abhängigkeit des eigenen Forschungsschwerpunktes der LeserInnen breitmachen.

Die Schwerpunktsetzung auf die Quantität bringt leider auch Defizite in der Qualität der Analysen mit sich. Im Fazit verweist Däwes auf die "107 American 9/11 novels that I have addressed in more detail" (S. 413). Diese Aussage trifft insofern zu, als die einzelnen Romane in Däwes Rundumschlag eben nur 'angesprochen', nicht jedoch 'analysiert' werden. Auch werden die Romane nicht 'detailliert' betrachtet, sondern in 'detaillierterer' Form erwähnt. Die theoretischen Reflexionen erscheinen teils ebenso unterbelichtet, wenn in der Diskussion, ob 9/11 ein Ereignis sei, beispielsweise die bekannten Positionen von Žižek, Derrida und Baudrillard entweder ganz außen vor bleiben oder nur kurz erwähnt werden. Obgleich Däwes Forschungsbeitrag ohne Frage beachtlich ist, sollte doch in Frage stehen, ob die Unterordnung von Qualität und Tiefe unter Quantität und Überblickscharakter in dieser Radikalität zu begrüßen ist.

Zu erwähnen ist zudem die deplazierte Kritik an Christina Ricklis Dissertation, in der diese ebenfalls einen Überblick über amerikanische Romane zum Thema 9/11 bietet und eine alternative Untergliederung vorschlägt. Die ausführliche und wiederholte Kritik der Dissertation im Rahmen von Ground Zero Fiction  stört nicht nur den Lesefluss, sondern lässt wissenschafts-ethische Fragen aufscheinen. Statt entweder eine detaillierte Darlegung von Anknüpfungspunkten und davon ausgehend die Entwicklung der eigenen Argumentation zu liefern oder aber sich auf eine kurze Einordnung und Kritik im Rahmen des Forschungsüberblicks zu beschränken, wurde hier unerfreulicher Weise eine negative Rezension in eine Monographie eingepflanzt.  

Trotz alledem sind Ground Zero Fiction und die bereits in Artikeln vorbereitete tentative Typologie Meilensteine in der Forschung zur amerikanischen Literatur nach 9/11. Sie dürften vielen zukünftigen Analysen als Grundlage und Werkzeug dienen.

Der von Irina Bauder-Begerow und Stefanie Schäfer herausgegebene Band Learning 9/11 generiert im Gegensatz zu Ground Zero Fiction kein neues 'Standardwissen' zum Thema 9/11, sondern geht von einem bereits kanonisierten Pool an Werken und Informationen zum Thema aus. Die Kernfrage ist, wie dieses Wissen an jene vermittelt werden kann, die keine eigenen Erinnerungen an die Attentate mehr besitzen. Der Clou des Bandes liegt nun in der Kreuzung dieser Frage mit einer zweiten. Learning 9/11 – Teaching for Key Competences in Literary and Cultural Studies fragt nämlich auch danach, wie Kernkompetenzen im fachspezifischen Unterricht geschult werden können. In der produktiven Kreuzung dieser Perspektiven suchen die AutorInnen nach konstruktiven Antworten auf die Umstrukturierungen des deutschen Universitätssystems und die Auswirkungen des Bologna-Prozesses. Anstatt den Kopf in den Sand zu stecken, steht hier die produktive Mitgestaltung, die effiziente Umsetzung, sprich ein "hands-on approach" (S. 17) im Zentrum.

Learning 9/11 ist das Ergebnis eines Projektes, das auf ein Defizit an innerdisziplinären Reflexionen zu hochschuldidaktischen Fragestellungen reagiert. Das Projekt begann mit einer Tagung an der Universität Heidelberg, die HochschuldidaktikerInnen und Lehrende verschiedener Disziplinen in Dialog über 9/11 als Thema in der wissenschaftlichen Lehre brachte. Mit den Anschlägen des 11. September wurde hier bewusst ein Thema gewählt, das von nationaler wie internationaler Bedeutung ist, tiefgreifend auf Politik und Gesellschaft wirkt(e) und in verschiedenen Medien reflektiert wurde. Die Annahme ist dabei, dass gerade aufgrund der Signifikanz und Breite besonders viele Kernkompetenzen für die Auseinandersetzung nötig sind: interkulturelle Positionierung, Medienkompetenz etc. Im Anschluss an die Diskussionen der Konferenz wurden dann verschiedene Seminare zum Thema geplant und umgesetzt. Der Band Learning 9/11 versammelt nun einerseits Texte über didaktische Fragestellungen, andererseits Erfahrungsberichte und Reflexionen über die konkreten Versuche, die Vermittlung von Kernkompetenzen und die Auseinandersetzung mit 9/11 im Rahmen eines Seminars zu vereinen.

Die didaktische Perspektive des Bandes zeichnet sich durch den explizit erklärten Anschluss an das Heidelberger Modell zur Qualitätssicherung in der Lehre aus. Alle BeiträgerInnen sind sich darin einig, dass zur optimalen Vermittlung von Kernkompetenzen ein zweispuriger Weg zu wählen ist. Nur in der Verbindung von expliziter und impliziter Vermittlung von Kompetenzen, von ergänzenden Kursen und integrativen Ansätzen in fachspezifischen Seminaren sei eine optimale Grundlage gegeben. Idealerweise sollte zudem, so der Ansatz der HerausgeberInnen, der Dialog zwischen DidaktikerInnen und anderen HochschullehrerInnen intensiviert werden, so dass im Austausch konkrete Unterrichtsmodelle entworfen werden können. Eben dies ist im Gesamtprojekt Learning 9/11 nicht nur proklamiert, sondern auch in einem ersten Versuch umgesetzt.

Der Ansatz von Learning 9/11 ist eindeutig begrüßenswert und verspricht in seiner Fortsetzung die Lehre positiv zu beeinflussen. Die nur teils expliziten Grundannahmen des Bandes liefern jedoch gleichzeitig Sprengstoff. Die letztlich affirmative Haltung zu den Umstrukturierungen des Universitätssystems und der direkte Angriff auf jene, die sich diesen zu widersetzen suchen, ist denkwürdig. Umso mehr, als dem Band jede kritische Perspektive auf (ästhetische Verarbeitungen von) 9/11 fehlt. Darüber hinaus ist leider festzustellen, dass Learning 9/11 keine neuen Impulse in der 9/11 Forschung zu setzen vermag, sondern lediglich die bekanntesten Werke und Positionen referiert. Das ist insofern enttäuschend, als hiermit abermals eine Trennlinie zwischen Lehre und Forschung gezogen wird. Es könnte den Eindruck verstärken, dass Universitäten immer mehr zu Schulen werden. Dies würde gerade jene Tendenzen bestätigen, die Bologna-GegenerInnen zum Anlass für Kritik nehmen.  

Sowohl Learning 9/11 als auch Ground Zero Fiction setzen entscheidende Impulse und sind überaus lesenswert. Die vorgeschlagenen Perspektiven, die auf Vermittlung und Systematisierung setzen, brechen mit den gängigen Lesarten von 9/11 als jenem Ereignis, das unsere Zeit in nicht greifbarer Weise verändert hat. Man könnte vermuten, dass die Publikationen das Anfang vom Ende des Wucherns der (wissenschaftlichen) Texte zum Thema sein könnten. Denn wenn Kategoriensysteme geschaffen sind, die es erlauben literarische Texte einzuordnen und ihre ästhetischen Strategien und Funktionsweisen zu beschreiben; und wenn diskutiert wird, wie man – anhand kanonisierter literarischer Werke – einer heranwachsenden Generation, die sich nicht mehr an die Anschläge erinnert, die Relevanz des historischen Geschehens vermitteln könnte – dann scheint ein Punkt erreicht, an dem die Rede von 9/11 als Ereignis ihren Sinn verliert. An diesem Punkt dürfte auch das Erscheinen neuer Werke und die Interpretation eines weiteren Textes den erarbeiteten Perspektiven nicht mehr viel hinzufügen. Ästhetische Verarbeitungen von 9/11 werden nun innerhalb disziplinspezifischer Kategoriensysteme erfasst und verlieren das unterbrechende Moment, das ihnen eigen schien.


Däwes, Birgit: Ground Zero Fiction. History, Memory, and Representation in the American 9/11 Novel. Heidelberg: Winter, 2011. 497 S., katoniert, 58 Euro. ISBN: 978-3-8253-5930-0


Inhaltsverzeichnis

Acknowledgements…xi

1 Beyond the Rubble…1

2 Fiction and the Representation of 9/11: Theoretical Trajectories…25

2.1 "The Bare Bones of Narrative": Fiction, Mimesis, and the Pitfalls of Representation…25
2.1.1 Haunted…25
2.1.2 Writing…29

2.2 Perspectives on the Literature of 9/11: A Survey of Material and Research…37

2.3 History, Trauma, Fiction: Aspects of Methodology…57
2.3.1 History and Narrative…57
2.3.2 Trauma…61
2.3.3 Memory, Fiction, Event…68
2.3.4 Historic Rupture and the Exceptionalism of Suffering…72

2.4 Ground Zero Fiction: Toward a Definition…79
2.4.1 What is a 9/11 Novel?...79
2.4.2 Contexts of Literary History…86

3 Ground Zero Novels: A Tentative Typology…95

3.1 "We Don't Know What the Next Sentence Should Be": Metonymic Approaches…95
3.1.1 Terror and Representation: The Art of Not Writing about September 11…95
3.1.2 "Straight Out of Independence Day": Premonitions…99
3.1.3 Ellipsis: Disruptive Strategies of Unnarration…105
3.1.4 "The Phantom Thrill, the Fleeting Terror": Implication and Projection…113
3.1.5 "Is Your Hijacker Suicidal?" The Satirical Mode…122
3.1.6 Drawing the Lines: Unnarrative Ground Zero Fiction…133

3.2 "America Needs to Change the Story": Salvational Approaches…137
3.2.1 Restoring Order: Narratives of Redemption…137
3.2.2 "God Wins. Period": Religious Salvation…143
3.2.3 "She Needed This Closure": Counterhistories of 9/11…159
3.2.4 "Pattern Recognition": Cognitive Salvation and Conspiracy Theory…175
3.2.5 The Apocalyptic Imagination…193

3.3 "Archaeologists of the Present": Diagnostic Approaches…197
3.3.1 "Forbidden Thoughts": Political Interventions…197
3.3.2 Arab, Muslim, and South Asian Specters: Identity in Trouble…203
3.3.3 "We're All the Same People. And We are All Falling": Native American Rewritings of the Homeland…217
3.3.4 Identity Construction Revisited…226
3.3.5 Local and Global Memories…235

3.4 "There Was Something About These Men You Wanted to Become": Appropriative Approaches…241
3.4.1 Perpetraters and Scandals…241
3.4.2 Writing Terrorism from the Other Side: Historical Perspectives…243
3.4.3 "Muhammad Atta's Body": Corporeal Approaches to the 9/11 Hijackers…249
3.4.4 "Wanting to Prove Yourself": John Updike's Terrorist (2006)…260
3.4.5 "This Hatred Gives him Strength": Andre Dubus III's The Garden of Last Days (2008)…266
3.4.6 "There Are No Others": Don DeLillo's Falling Man (2007)…273
3.4.7 Speaking for Others: Aesthetic and Ethical Challenges…281

3.5 "The Shadow of No Towers": Symbolic Approaches…285
3.5.1 "Twin Epicenters of the Universe of Suffering": The Expanded Semantics of 9/11...285
3.5.2 "Phantom Bodies" and the Wounded City: Medical Crises…289
3.5.3 "Being Twins Meant Something of Quite Another Order": Crises of the Domestic Sphere…300
3.5.4 "A World From Which There's No Appeal": Religious Crises…318
3.5.5 Revisiting the Domestic Turn…336

3.6 "Art is an Arrangement Against Nothingness": Writerly Approaches…343
3.6.1 Beyond "Cultural Hypnosis": Writing against the Grain…343
3.6.2 Crises of Art, Aesthetics in Crisis…349
3.6.3 "In New York, We're All Cops Now": Allegorical Novels…356
3.6.4 "A Patch of Sky Where There Should Be None": Richard Power's Neurological Metafiction…371
3.6.5 "Every New Yorker was Capable of Flight": Jonathan Safran Foer's Extremely Loud and Incredibly Close…378
3.6.6 "Ground Zero was a Cipher": Ronald Sukenick's Last Fall…388
3.6.7 "Living Language is Not Diminished": Writerly Memorials…397

4 Topographies of 9/11…401

5 Bibliography…415

5.1 Primary Sources…415
5.1.1 American 9/11 Novels…415
5.1.2 International 9/11 and 9/12 Novels…420
5.1.3 American Novels Loosely Associated with 9/11…423
5.1.4 9/11 Poetry and Short Fiction…423
5.1.5 9/11 Drama…425
5.1.6 9/11 Children's Books and Comics…427
5.1.7 Autobiographies, Diaries, Memoirs, and Journalism…427
5.1.8 Selected 9/11 Films…428

5.2. Secondary Sources…429

6 Index of Names…485


Bauder-Begerow, Irina und Stefanie Schäfer (Hg.): Learning 9/11. Teaching for Key Competences in Literary and Cultural Studies. Heidelberg: Winter, 2011. 302 S., broschiert, 26 Euro. ISBN 978-3-9353-5941-6


Inhaltsverzeichnis

Irina Bauder-Begerow and Stefanie Schäfer:
Learning 9/11. Teaching for Key Competences in Literary and Cultural Studies…7

Martina Wolff:
9/11 and Its Literary Representation. Between Concern, Reflection and Formal Innovation…27

Dietmar Chur:

Developing Key Competences in Higher Education…53

SELECTED KEY COMPETENCES IN CULTURAL STUDIES

Birgit Schädlich:
In fremden Sprachen lesen. Überlegungen zur Förderung fremdsprachlicher Lesekompetenzen aus hochschuldidaktischer Perspektive…75

Petra Eggensperger:

Learning by Doing or Explicit Training in the Discipline? The Teaching of Academic Writing in Higher Education…99

Maria Eisenmann:
Inter- and Transcultural Competences. Raising Cultural Awareness in University Literature Courses…123

Laurenz Volkmann:
9/11 und der Erwerb von Medienkompetenzen…151

TEACHING PRACTICE

Philipp Löffler:
'Lost and Found': On the Challenge of Teaching 9/11-Poetry to Undergraduates…177

Christine Schwanecke:

Learning Martin Amis' "The Last Days of Muhammad Atta" (2006). Die (Weiter)Entwicklung von Lese- und interkultureller Kompetenz anhand einer postmodernen Kurzgeschichte…199

Ellen Redling:

Der Figur eine Stimme geben. Ein interkulturelles Trainingsprojekt auf der Basis von David Greigs 9/11-Drama "The American Pilot" (2005)…219

Corinna Assmann:
British Muslims after 9/11 in the Film Yasmin (2004). Learning Film Literacy and Intercultural Skills in English Studies…239

Thomas Schmidtgall:
The Acquisition of Intercultural Competence and Media Literacy in French Cultural Studies…257

Maike Berger:
9/11 in an International Media Discourse. A Teaching Unit on 'Canada and 9/11'…273

Silke Weiß:
Schlüsselkompetenzen in den Kulturwissenschaften. Eine Reflexion über die fachnahe Förderung von Schlüsselkompetenzen und eine fächerübergreifende Hochschuldidaktik…289

Contributors' Addresses…301


Shifts in Perspective after Ten Years: Academic Systematization and Didactic Mediation of Aesthetic Responses to 9/11

Word is that academic reflections on (historic) events are dependent on a certain time displacement. By now, the terror attacks of 11 September 2001 date back one decade. For the longest time, concern and traumatic memories had a strong effect upon academic discourses on 9/11. Birgit Däwe's Ground Zero Fiction and the compendium Learning 9/11 edited by Irina Bauder-Begerow and Stefanie Schäfer are distinctive for a shift in perspective. The systematization of literary responses to 9/11 replaces content-driven analyses of individual writings. The focus on the didactic mediation of the attacks to those generations who have no active memory of them whatsoever transforms and relativizes the question of 9/11's political and societal impact. Both volumes add to the canon of 9/11 literature, yet at the same time they could be read as the beginning of the end to the rampant growth of writings on 9/11.


© bei der Autorin und bei KULT_online