Benutzerspezifische Werkzeuge

Sektionen

Benutzerspezifische Werkzeuge

Information zum Seitenaufbau und Sprungmarken fuer Screenreader-Benutzer: Brotkrumen-Navigation | Direkt zur Navigation | vertikale linke Navigationsleiste | Website durchsuchen | Direkt zum Inhalt | vor rechter Kolumne mit zusaetzlichen Informationen | Aktionen/Tools: Drucken, Permanent Link, to the English version, zur deutschen Version | Fussbereich: Sitemap, Barrierefreiheit, Hilfe und Login fuer Redakteure

Artikelaktionen
  • Permanent Link

Postmoderne Grenzüberschreitungen – Die Metalepse als Symptom der Gegenwartskultur

Eine Rezension von Maren Conrad (Kiel)

Klimek, Sonja.: Paradoxes Erzählen. Die Metalepse in der phantatstischen Literatur. Paderborn: Mentis, 2010.

Sonja Klimeks Publikation Paradoxes Erzählen. Die Metalepse in der phantastischen Literatur verspricht ihrem Leser eine Aufarbeitung und Typologisierung des von Gérard Genette 1972 etablierten Begriffes der Metalepse sowie eine kulturwissenschaftliche Untersuchung dieser paradoxen Erzählphänomene. Sie bietet im ersten Teil die Erarbeitung einer narratologischen Terminologie, im zweiten Teil unternimmt sie den komparatistisch und interdisziplinär angelegten Versuch, paradoxen Erzählphänomenen als Teil der zeitgenössischen Kultur mit philosophiegeschichtlichen und erkenntnistheoretischen Betrachtungen zu Leibe zu rücken. Die Studie stellt sich dabei – nicht zuletzt auf Grund der eigenen, argumentativ unvereinbaren Methodenvielfalt – als irritierend heterogenes Gesamtwerk heraus.



Die "narrative Metalepse" (Gérard Genette) bezeichnet das fiktionsinterne Überschreiten der Grenze zwischen Rahmen- und Binnenerzählung als eine Art "narrativer Kurzschluss" (Michael Scheffel/ Matias Martinez: Einführung in die Erzähltheorie. München 2007, S. 79.). Eine ähnlich problematische Grenzüberschreitung strebt auch Sonja Kimek mit Paradoxes Erzählen an, wenn sie das Konzept der Metalepse von der Literatur(wissenschaft) auf die postmoderne Kultur als Ganzes überträgt.
Durchgeführt wird ihre Studie zur Metalepse zunächst exemplarisch an Texten der phantastischen Kinder- und Jugendliteratur der letzten drei Jahrhunderte, wobei ein deutlicher Schwerpunkt auf moderne, international erfolgreiche Fantasywerke seit Michael Endes Die unendliche Geschichte (1979) gelegt wird. Als daran anknüpfenden Schritt kündigt die Autorin an, die heutige Popularität metaleptischen Erzählens "außerhalb des Sozialsystems Literatur […] aus kultur- und wissenschaftstheoretischer Sicht" zu betrachten (S. 26).

Für den literaturwissenschaftlich vorgebildeten Leser gelegentlich repetitiv, aber methodisch sauber, leistet der "[s]ystematisierende[] Teil" der Arbeit eine Aufarbeitung der Terminologiedebatte sowohl zum Komplex der Metalepse (Kapitel 2) als auch zu dem der Phantastik (Kapitel 3.1). Darin werden alle wichtigen Theorien und neuesten Forschungsbemühungen rund um die beiden Begriffsfelder referiert und so eine "Trennschärfe" (S. 31) beider Begriffe erarbeitet.
Die Arbeit basiert vor allem auf der Unterscheidung einer vertikalen von einer horizontalen Metalepse, wahlweise auf der Ebene von discours oder histoire (vgl. S. 43), sowie auf der Unterscheidung zwischen "Norm- und Abweichungsrealität" (S. 138) innerhalb eines phantastischen Textes.

Der "Anwendungsteil", d.h. der Teil der eigentlichen Analyse (ab Kap. 3.2) fällt dann jedoch nicht nur sehr kurz aus, sondern reicht auch – möglicherweise aufgrund der diachron angelegten und völlig unüberschaubaren Korpusgröße – selten über einen deskriptiven Gestus hinaus. Die eigentliche Textanalyse beschränkt sich mithin auf die bloße Beschreibung der Erzählebenenwechsel. Spätestens hier wird ein auffälliger Bruch sichtbar zwischen den für eine tiefenstrukturelle literaturwissenschaftliche Analyse erarbeiteten Kategorien und der tatsächlichen wissenschaftlichen Vorgehensweise.
Undefiniert bleibt dabei leider auch das Textkorpus der Arbeit, das Klimek als "zeitgenössische Erzählphantastik" (S. 26) charakterisiert. Dabei stellt die "Erzählphantastik" einen Neologismus der Autorin dar, dessen Merkmale kaum ausreichend genannt oder reflektiert werden.

Kommt die Studie in den ersten drei Kapiteln noch als zwar wenig innovative, aber durchgängig annehmbare literaturwissenschaftliche und narratologisch orientierte Textanalyse von paradox-autoreflexiv angelegter phantastischer Kinder- und Jugendliteratur des 20. und 21. Jahrhunderts daher, erfährt diese Ausrichtung im "[r]eflektierenden Teil" ab S. 216 dann eine irritierende Umorientierung: Über den Umweg der Aufarbeitung der "Krise des Wissens in Moderne und Gegenwart" (S. 290) sowie rezeptionsästhetische Überlegungen zu ästhetischer Illusion, Spiel und Immersion werden Metalepsen und ihre vermeintlichen 'Präfigurationen' im zweiten Teil nun kulturwissenschaftlich völlig neu interpretiert und rekontextualisiert.

In der Logik der Studie sollen gerade aus den in den Kapiteln 2 und 3 erarbeiteten Kategorien direkte Rückschlüsse auf Phänomene und Funktionsweisen der postmodernen Kultur gezogen werden. Dementsprechend werden in den nun anschließenden drei Kapiteln die drei Kategorien der Metalepse gekoppelt mit einer soziologisch-rezeptionsästhetischen Lesart einerseits ("Ästhetische Illusion", Kapitel 4) sowie einem soziokulturellen wie philosophiegeschichtlichen Aufriss andererseits ("Die Frage nach 'höheren Wirklichkeiten'", Kapitel 5). In Kapitel 6 (Komplexe Metalepsen und "die Zauberkraft des dichterischen Wortes") ging der Autorin dann scheinbar 'die Luft aus'. Bei einem Kapitelumfang von nur fünf Seiten bleibt die angekündigte Reflexion zu dem - für die Fragestellung eigentlich hochrelevanten - Themenkomplex der Korrelation von Sprache, Phantastik und narrativer Metalepse leider völlig aus. In sich enthalten die Kapitel vier und fünf jedoch durchaus hochkomplexe und abstrakte Überlegungen zur historischen Entwicklung und Funktion von Fiktion, Erkenntnistheorie und Philosophie. Durch den Einbezug von romantischer Kunsttheorie, Ergebnissen der Hirnforschung, moderner Mathematik bis hin zu Überlegungen zum Neubeginn der Metaphysik entsteht hier aber eine argumentativ kaum mehr auf die vorangegangenen Kapitel zurückgebundene Methodenvielfalt mit Tendenz zu einem nahezu unüberschaubaren selektiven Schnelldurchlauf durch die Epistemologie. Im Fazit wird die – dem narratologischen Werkzeugkasten entstammende – Kategorie der "narrativen Metalepse" dann zu einem so vagen wie omnipotenten Phänomen der Postmoderne erhoben, in dem "sowohl das philosophische Problem der Willensfreiheit als auch das des Skeptizismus und die Frage nach 'höheren Wirklichkeiten' (d. h. nach Transzendenz, Gott und letztendlich auch nach dem ewigen Leben des Menschen) im Kontext einer weitestgehend säkularisierten, von multimedialen Illusionsdarstellungen geprägten postmodernen Mediengesellschaft neu behandelt" wird (S. 399).

Die zwei hier aufgezeigten und in ihrer Tendenz diametralen Ambitionen der Studie führen zu einer unausweichlichen Kollision der Argumentationsstränge: Zwar bietet die Arbeit insgesamt spannende Ansätze, fundiert recherchierte und sicher referierte Einzelkapitel sowie einen ersten Überblick über einen eindrucksvollen Primärtextkorpus zur 'narrativen Metalepse', trotzdem steht besonders die Methodenvielfalt des zweiten Teils und das daran angeknüpfte ambitionierte kulturwissenschaftliche Ergebnis mit seinen argumentativen Grundlagen völlig entkoppelt vom ersten Teil und scheint ganz andere Themen zu behandeln, als dies die ersten Kapitel vermuten lassen. Klimeks Studie lässt sich damit als Anbindung der Disziplinen Komparatistik, Kulturwissenschaft und Wissenschaftsgeschichte an die Kategorien etablierter Literatur- und Geisteswissenschaft verstehen. Die versuchte Zusammenführung fördert jedoch vor allem die Problematik einer solchen Methodensymbiose zu Tage.


Klimek, Sonja: Paradoxes Erzählen. Die Metalepse in der phantastischen Literatur. Paderborn: mentis, 2010 (Explicatio. Analytische Studien zur Literatur und Literaturwissenschaft. Hg. von Harald Fricke und Gottfried Gabriel). 442 S., kartoniert, 56 Euro. ISBN: 978-3-89785-119-1 


Inhaltsverzeichnis


I Einleitung
1. Die Metalepse – Annäherung an ein (nicht nur) literarisches Phänomen 17
1.1. Ein Muster zeichnet sich ab 21
1.2. Die narrative Metalepse in Geschichte und Gegenwart 23
1.3. Aufbau und Erkenntnisziel der Arbeit 26

II Systematisierender Teil
Die Metalepse als paradoxe Vermischung von Darstellungsebene und Ebene des Dargestellten


2. Die narrative Metalepse – Zur terminologischen Orientierung 31
2.1. Genettes Neuprägung des Begriffs »narrative Metalepse«31
2.1.1. Die Ausgangsdefinition (1972) 31
2.1.2. Die Ausweitung des Begriffs (2004) 34
2.2. Genettes Wirkung nach 1972: Kritik an seiner Begrifflichkeit und Alternativvorschläge von Seiten der Forschung 37
2.2.1. Ein überflüssiger neuer Terminus? – Das Verhältnis der narrativen Metalepse zu früheren Begriffskonzepten 41
2.2.1.1. Die narrative Metalepse als paradoxes Erzählphänomen? 42
2.2.1.2. Die narrative Metalepse als Form des Illusionsbruchs? 45
2.2.1.3. Die narrative Metalepse als ›mise en abyme‹? 50
2.2.2. Alternative Begrifflichkeiten zu Genettes »Metalepse« in der gegenwärtigen Forschungsdebatte 54
2.3. Erweiterung und Präzisierung des begrifflichen Instrumentariums 63
2.3.1. Metalepsen auf der Ebene des ›discours‹ oder der ›histoire‹ 65
2.3.2. Gibt es »horizontale« Metalepsen? 66
2.3.3. Komplexitätsformen der Metalepse 69
2.3.4. Abschließende Explikation des Begriffs »narrative Metalepse« (inkl. eines Schemas aller möglichen Kategorien der Metalepse) 70

Exkurs: Die Grundstruktur der Metalepse in anderen Kunstformen 73
i. Metaleptischer Illusionsbruch als Mittel der Parodie im Film 76
ii. Metaleptisches »Aus-der-Rolle-Fallen« von Schauspielern im Theater. 80
iii. »Den-Rahmen-Sprengen«: Parallelphänomene zur narrativen Metalepse in Malerei und Bildender Kunst 90
iv. Metaleptische Übergänge zwischen ›Welt‹ und ›Bild‹ im Bilderbuch 99
v. Metaleptisches Eintauchen in die Phantasiewelt – Immersion im Fantasy-Rollenspiel 112

III Anwendungsteil
Die drei Haupt-Kategorien der Metalepse in der Gattung Erzählphantastik


3. Narrative Metalepsen in der phantastischen Erzählliteratur
119
3.1. »Phantastische Erzählliteratur«: Zum Korpus der ausgewählten Texte 119
3.1.1. Phantastik als Genre 120
3.1.2. Explikation der Phantastik als Textgattung 129
3.1.2.1. Abgrenzung der Phantastik von verwandten Textgattungen 133
3.1.2.2. Phantastische Kinder- und Jugendliteratur 136
3.2. Absteigende Metalepsen in der phantastischen Erzählliteratur (Kategorie 1) 139
3.2.1. Absteigende Metalepsen auf der Ebene des ›discours‹. 139
3.2.2. Absteigende Metalepsen auf der Ebene der ›histoire‹ 146
3.3. Aufsteigende Metalepsen in der phantastischen Erzählliteratur (Kategorie 2) 164
3.3.1. Aufsteigende Metalepsen auf der Ebene des ›discours‹ 164
3.3.2. Aufsteigende Metalepsen auf der Ebene der ›histoire‹ 165
3.4. Komplexe Metalepsen in der phantastischen Erzählliteratur (Kategorie 3) 186
3.4.1. Möbiusband-Erzählungen (Kategorie 3a) 187
3.4.2. Unlogische Heterarchien (Kategorie 3b) 195
3.4.3. Die »geschützte Stufe« 212

IV Reflektierender Teil
Die Grundstruktur der narrativen Metalepse: Präfigurationen der paradoxen Ebenenvermischung außerhalb der phantastischen Erzählliteratur


4. Absteigende Metalepsen (Kategorie 1) und ästhetische Illusion: Der Wunsch nach dem Eintauchen in fiktive Welten 219
4.1. Die gemeinsame Grundstruktur von fiktionaler Literatur und Als-ob-Spielen 221
4.2. Die ästhetische Illusion: Absteigende Metalepsen als »Flow«-Erlebnisse beim Lesen 231
4.3. Ästhetische Illusion trotz Fiktionsbewusstsein: Absteigende Metalepsen im Zeitalter der Medialisierung 238
4.4. Der selbstbewusste Fiktionsnutzer der Gegenwart 240

5. Aufsteigende Metalepsen (Kategorie 2) und die Frage nach ›höheren Wirklichkeiten‹:
Der Zweifel an der ›Echtheit‹ der eigenen Welt
247
5.1. Die Grundstruktur der aufsteigenden Metalepse und ihre Präfigurationen in Mythologie, Religion und Kunst. 248
5.1.1. Das Leben als Schein, die Welt als Artefakt – Dualismus als Grundbedingung für aufsteigende Metalepsen 248
5.1.1.1. Die Welt als Theater 255
5.1.1.2. Das Leben als Traum oder (unendlicher) Roman 264
5.1.2. Die ›Lebendigkeit‹ des Kunstwerks – Vom Gütekriterium der Kunst zum Topos von der Eigendynamik des Geschaffenen 273
5.1.2.1. Die Auflehnung der Geschöpfe gegen Gott in Religion und Mythologie274
5.1.2.2. Das ›lebensechte‹ Abbild in der Kunst 278
5.1.2.3. Das Eigenleben des Artefakts als Topos in den Künsten 282

5.2. Die Grundstruktur der aufsteigenden Metalepse und ihre Präfigurationen in der Krise des Wissens in Moderne und Gegenwart 290
5.2.1. Was kann man von der Welt überhaupt wissen? – Erkenntnistheorie und Skepsis in der Neuzeit (bis 1800) 292
5.2.1.1. Das Dilemma der Unbegründbarkeit von Wissen 296
5.2.1.2. Berkeleys religiöse Lösung: Immaterialismus 300
5.2.1.3. Kants kritische Einschränkung: Transzendentaler Idealismus 305
5.2.1.4. Fichtes Radikalisierung der Autonomie: Subjektiver Idealismus 308
5.2.2. Potenzierung ins Unendliche – Der Verlust von »Ich« und Außenwelt in der Frühromantik 313
5.2.2.1. Friedrich Schlegels Konzept der »Transzendentalpoesie« 313
5.2.2.2. Novalis' Konzept der »qualit[ativen] Potenzierung« 316
5.2.2.3. Ludwig Tiecks potenzierte Dramen 320
5.2.2.4. Parodierte Potenzierungen bei Jean Paul 324
5.2.3. Die Macht der Meta-Ebene – Wahrheit und Unentscheidbarkeit in der modernen Mathematik und Logik (ab 1900) 330
5.2.3.1. Russell und die Strategien zur Vermeidung des Paradoxons der Selbstanwendung 331
5.2.3.2. Gödels Beweis der Unvollständigkeit aller formalen Systeme und die philosophischen Folgen 333
5.2.3.3. Tarskis formalisierter Wahrheitsbegriff und dessen Korrespondent im Bereich fiktionaler Literatur 337
5.2.4. Illusion, Simulation, Konstruktion oder »höhere Wirklichkeit«? – Der Umgang mit dem cartesischen Zweifel in Moderne und Postmoderne 344
5.2.4.1. Die Unzuverlässigkeit von Erinnerungen: Reduktion des Ichs auf das Jetzt in der klassischen Moderne 345
5.2.4.2. Wie ein Gehirn im Tank? – Die Auswirkungen von Hirnforschung und Medienentwicklung in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts 348
5.2.4.3. Die Wirklichkeit als Konstrukt: Radikalisierte Skepsis in der Sozialforschung gegen Ende des 20. Jahrhunderts 356
5.2.4.4. Das Ende des Skeptizismus und der Neubeginn der Metaphysik: Hilary Putnam und Olaf Müller über »Wirklichkeit ohne Illusionen« 362
5.2.5. Der Tod als finaler Ebenenwechsel? 372

6. Komplexe Metalepsen (Kategorie 3) und die Zauberkraft des dichterischen Wortes: Kontrolle und Kontrollverlust über fiktive Welten 380
6.1. Möbiusband-Erzählungen: Wer bringt wen hervor? 380
6.2. Unlogische Heterarchien: Magische Machtausübung im schöpferischen Prozess 382

V Fazit
7. Vom Wunsch und Überdruss, in einem Roman zu leben 389
7.1. Ein Rückblick 389
7.2. Ein Ausblick 401

Anhang
Literatur- und Quellenverzeichnis 407
Register der behandelten Personen, Begriffe und literarischen Werke 435

Postmodern Border Crossings – Metalepsis as a Symptom of Contemporary Culture

Based on the definition of the term metalepsis coined by Gérard Genette in 1972, Sonja Klimeks book on Paradoxes Erzählen: Die Metalepse in der phantastischen Literatur (Paradox Narration: Metalepsis in Fantastic Literature) attempts a categorisation and a cultural studies analysis of paradoxical phenomena in various narrations. On the one hand it offers a description and definition of narratological terms, and on the other a comparatistic and interdisciplinary approach to paradoxical narratological phenomena, wherein metalepsis is to be contextualised with the findings of philosophical and epistemological cultural studies as a contemporary cultural symptom. Because of its irritatingly wide range of argumentations and scientific methods, the study turns out to be a rather heterogeneous piece of work.


© bei der Autorin und bei KULT_online