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Artikelaktionen

'Made in America', anders gedacht

Eine Rezension von Daniel A. Holder

Greil, Marcus; Sollors, Werner: A new literary history of America. Cambridge/London: The Belknap Press of Harvard University Press, 2009.

Mit A New Literary History of America legen Greil Marcus und Werner Sollors ein umfangreiches Kompendium der amerikanischen Literaturgeschichte vor, welches weniger die Etablierung eines neuen literaturhistorischen Kanons zum Ziel hat, als die Kompilation verschiedener Stimmen, Texte und (kultur)historischer Momente von den Anfängen der europäischen Besiedlung im 15. Jahrhundert bis hin zur Wahl von Präsident Obama im Jahre 2008. Dabei ermöglicht das 1.100 Seiten lange Buch in seiner Gesamtheit nicht nur eine neue Sichtweise auf das Label 'Made in America', sondern überzeugt vor allem durch die hohe Qualität seiner mehr als zweihundert Essays. 


Es ist eher selten, dass eine wissenschaftliche Publikation mit einem solchen Medienecho korreliert, wie kürzlich geschehen bei der Veröffentlichung von A New Literary History of America. Der von der Harvard University Press publizierte Band, herausgegeben von Werner Sollors, Professor für englische Literatur und African American Studies, und Greil Marcus, einem renommierten Journalisten, bekannt für seine kulturhistorischen Veröffentlichungen unter anderem zu Bob Dylan und den Sex Pistols, ging mit einer aufwendig gestalteten Homepage, einer Lesereise und zudem mit mehreren Auszeichnungen einher. Wie sich an diesem medialen Aufwand und Echo bereits ablesen lässt, versucht A New Literary History of America sowohl eine wissenschaftliche als auch eine breitere nicht-akademische Leserschaft anzusprechen: Die mehr als zweihundert hier erstmals veröffentlichten Essays geben dabei in chronologischer Form und im Umfang von jeweils drei bis fünf Seiten knappe wie konzise Einblicke in ein Kaleidoskop der amerikanischen Literatur- und Kulturgeschichte, angefangen mit der ersten kartographischen Erwähnung des Kontinents im Jahre 1507 bis hin zur Wahl Barack Obamas zum 44. Präsidenten der Vereinigten Staaten im November 2008.

Ziel des Buches ist dabei jedoch nicht primär der Versuch einen 'neuen' Kanon amerikanischer Literatur zu etablieren, sondern vielmehr im Sinne Michail Bachtins das dialogische Zusammentragen polyphoner Stimmen aus über fünfhundert Jahren (US-)amerikanischer Literatur- und Kulturgeschichte, "to set many forms of American speech in motion, so that different forms, and people speaking at different times in sometimes radically different ways, can be heard speaking to each other" (S. xxiv). So werden synchrone Diskursfäden und Verknüpfungen zwischen Texten und Kontexten hergestellt und stehen kanonisierte wie nicht kanonisierte Autoren wie z.B. Anne Bradstreet, Emily Dickinson, Gertrude Stein, Philip Roth oder C.L.R. James in einer Reihe mit (kultur)historischen Momenten wie z.B. der Unabhängigkeitserklärung Haitis 1804, der Erfindung des Telefons im Jahre 1876, dem Erdbeben in San Francisco 1906, der Gründung der Alcoholics Anonymous, der Anonymen Alkoholiker im Jahre 1935 oder der Produktion und Ausstrahlung des legendären Hip Hop Films Wild Style im Jahre 1982. Dabei entwerfen die Essays in ihrer Vielfalt ein Amerika-Bild vieler konträrer, konkurrierender wie sich ähnelnder Stimmen, welches in seinem Optimismus und Glauben an die USA nicht selten an Walt Whitmans radikal-demokratische Vision des Landes erinnert.

Zu weit würde es an dieser Stelle führen, einzelne der mehr als zweihundert Essays im Detail hervorzuheben, jedoch zeichnen sich diese zum einen durch einen allgemeinen Überblick- und Einführungscharakter aus, zum anderen können sie durch ihre hohe Qualität auch einem wissenschaftlichen Anspruch Genüge tun, da die Essays oftmals von Experten aus den jeweiligen Forschungsfeldern verfasst wurden, so schreibt z.B. Arnold Rampersad über W.E.B. Du Bois, Donald Pease über C.L.R. James und Farah Jasmine Griffin über Toni Morrison. Hervorzuheben ist, dass hier nicht nur Akademiker/innen, d.h. primär Literaturwissenschaftler/innen und Historiker/innen, sondern ebenfalls Schriftsteller wie z.B. Ishmael Reed oder Walter Mosley als Autoren gewonnen werden konnten. Den Schlusspunkt der Anthologie, den Beitrag zur Wahl Barack Obamas, trägt die bildende Künstlerin Kara Walker bei, die sich mit dem Ereignis in visueller Form und anhand ihrer berühmten scherenschnittartigen Silhouetten auseinandersetzt.

Inhaltlich fällt es aufgrund der durchgängig hohen Qualität der Texte schwer, substantielle Kritik zu äußern, diese kann höchstens konzeptionell formuliert werden, denn ob der 'Markt' eine weitere 'neue' Literaturgeschichtsschreibung braucht, sei einmal dahingestellt. Problematisch erscheint darüber hinaus der starke Fokus des Kompendiums auf das 19. und 20. Jahrhundert, lediglich hundertvierzig der knapp 1.100 Seiten beschäftigen sich mit der Zeit vor dem 19. Jahrhundert. Auch wenn hier von den beiden Herausgebern in der Einleitung einige mehr oder wenig unverbindlich anmutende Gründe angeführt werden, wie z.B. der starke Anstieg der Einwanderung in die USA ab dem 19. Jahrhundert sowie die Tatsache, dass die US-amerikanische Literatur erst ab dieser Zeit verstärkt international rezipiert und wahrgenommen wurde (vgl. S. xxvi), bleibt diese diachrone Gewichtung leider etwas unverständlich.

Trotz solch kleinerer Mängel bietet A New Literary History of America auf durchgängig hohem Niveau faszinierende Einblicke in bereits hinlänglich bekannte, aber auch deutlich weniger beachtete Themenfelder der amerikanischen Literatur- und Kulturgeschichte, in ihr 'Center' und ihre 'Ränder', kanonisierte wie nicht-kanonisierte Autoren und Texte und eignet sich dementsprechend als eine höchst informative, spannende und oftmals auch unterhaltsame Lektüre für Experten/innen wie interessierte Laien zugleich, eine Tatsache, welche nicht zuletzt durch den recht erschwinglichen Preis unterstrichen wird.


Marcus, Greil, Sollors, Werner (Hg.): A New Literary History of America. Cambridge/London: The Belknap Press of Harvard University Press, 2009. 1128 S., gebunden, 39,95 Euro. ISBN: 978-0-674-03594-2


Table of Contents 

Introduction (Greil Marcus and Werner Sollors)

1507 - The name “America” appears on a map (Toby Lester)
1521, August 13 - Mexico in America (Kirsten Silva Gruesz)
1536, July 24 - Alvar Núñez Cabeza de Vaca (Ilan Stavans)
1585 - “Counterfeited according to the truth” (Michael Gaudio)
1607 - Fear and love in the Virginia colony (Adam Goodheart)
1630 - A city upon a hill (Elizabeth Winthrop)
1643 - A nearer neighbor to the Indians (Ted Widmer)
1666, July 10 - Anne Bradstreet (Wai Chee Dimock)
1670 - The American jeremiad (Emory Elliott)
1670 - The stamp of God’s image (Jason D. LaFountain)
1673 - The Jesuit relations (Laurent Dubois)
1683 - Francis Daniel Pastorius (Alfred L. Brophy)
1692 - The Salem witchcraft trials (Susan Castillo)
1693–94, March 4 - Edward Taylor (Werner Sollors)
1700 - Samuel Sewall, The Selling of Joseph (David Blight)
1722 - Benjamin Franklin, The Silence Dogood Letters (Joyce E. Chaplin)
1740 - The Great Awakening (Joanne van der Woude)
Late 1740s; 1814, September 13-14 – Two National Anthems (John Picker)
1765, December 23 - Michel-Guillaume Jean de Crèvecoeur (Leo Damrosch)
1773, September - Phillis Wheatley (Rafia Zafar)
1776 - The Declaration of Independence (Frank Kelleter)
1784, June - Charles Willson Peale (Michael Leja)
1787 - James Madison, Notes of the Debates in the Federal Convention (Mitchell Meltzer)
1787–1790 - John Adams, Discourses on Davila (John Diggins)
1791 -Philip Freneau and The National Gazette (Jefrey L. Pasley)
1796 - Washington’s farewell address (François Furstenberg)
1798 - Mary Rowlandson and the Alien and Sedition Acts (Nancy Armstrong)
1798 - American gothic (Marc Amfreville)
1801, March 4 - Jefferson’s first inaugural address (Jan Ellen Lewis)
1804, January - The matter of Haiti (Kaiama Glover)
1809 - Cupola of the world (Judith Richardson)
1819 - The Missouri crisis (John Stauffer)
1820, November 27 - Landscape with birds (Christoph Irmscher)
1821 - Sequoyah, the Cherokee syllabary (Lisa Brooks)
1821, June 30 - Junius Brutus Booth (Coppelia Kahn)
1822 - Henry Rowe Schoolcraft, the Ojibwe firefly, and Longfellow’s Hiawatha (David Treuer)
1825, November - Thomas Cole and the Hudson River (Alan Wallach)
1826, July 4 - Songs of the republic (Steve Erickson)
1826 - Cooper’s Leatherstocking tales (Richard Hutson)
1826; 1927 - Transnational poetry (Stephen Burt)
1827 - Joseph Smith and the Book of Mormon (Terryl L. Givens)
1828 - David Walker, Appeal, in Four Articles (Tommie Shelby)
1830, May 21 - Jump Jim Crow (W. T. Lhamon, Jr.)
1831, March 5 - The Cherokee Nation decision (Philip Deloria)
1832, July 10 - President Jackson’s bank veto (Dan Feller)
1835, January - Democracy in America (Ted Widmer)
1835 - William Gilmore Simms, The Yemasseee (Jefrey Johnson)
1835 - The Sacred Harp (Sean Wilentz)
1836, February 23–March 6 - The Alamo and Texas border writing (Norma E. Cantú)
1836, February 28 - Richard Henry Dana, Jr. (Kirsten Silva Gruesz)
1837, August 31 - Ralph Waldo Emerson, “The American Scholar” (James Conant)
1838, July 15 - “The Divinity School Address” (Herwig Friedl)
1838, September 3 - The slave narrative (Caille Millner)
1841 - “The Murders in the Rue Morgue” (Robert Clark)
1846, June - James Russell Lowell’s Biglow Papers (Shelley Streeby)
1846, late July - Henry David Thoreau (Jonathan Arac)
1850 - The Scarlet Letter (Bharati Mukherje)
1850, July 19 - Margaret Fuller and the Transcendentalist Movement (Lawrence Buell)
1850, August 5 - Nathaniel Hawthorne and Herman Melville (Clark Blaise)
1851, Moby-Dick (Greil Marcus)
1851 - Uncle Tom’s Cabin (Beverly Lowry)
1852 - Hawthorne’s Blithedale Romance and utopian communities (Winfried Fluck)
1852, July 5 - Frederick Douglass, “What to the slave is the Fourth of July?” (Liam Kennedy)
1854, March - Maria Cummins and sentimental fiction (Cindy Weinstein)
1855 - Walt Whitman, Leaves of Grass (Angus Fletcher)
1858 - The Lincoln-Douglas debates (Michael T. Gilmore)
1859 - The science of the Indian (Scott Richard Lyons)
1861 - Emily Dickinson (Susan Stewart)
1862, December 13 - The journeys of Little Women (Shirley Samuels)
1865, March 4 - Lincoln’s second inaugural address (Ted Widmer)
1865 - “Conditions of repose” (Robin Kelsey)
1869, March 4 - Carl Schurz (Michael Boyden)
1872, November 5 - All men and women are created equal (Laura Wexler)
1875 - The Winchester Rifle (Merritt Roe Smith)
1876, January 6 - Melville in the dark (Kenneth W. Warren)
1876, March 10 - The art of telephony (Avital Ronell)
1878 - “How to Make Our Ideas Clear” (Christopher Hookway)
1879 - John Muir and nature writing (Scott Slovic)
1881, January 24 - Henry James, Portrait of a Lady (Alide Cagidemetrio)
1884 - Mark Twain’s hairball (Ishmael Red) 1884, July - The Linotype machine (Lisa Gitelman)
1884, November - The Southwest imagined (Leah Dilworth)
1885 - The problem of error (James Conant)
1885, July - Limits to violence (James Dawes)
1885, October - Writing New Orleans (Andrei Codrescu)
1888, The introduction of motion pictures (Jonathan Lethem)
1889, August 28 - A Connecticut Yankee in King Arthur’s Court (Yael Schacher)
1893 - Chief Simon Pokagon and Native American literature (David Treuer)
1895 - Ida B. Wells, A Red Record (Jacqueline Goldsby)
1896 - Paul Laurence Dunbar, Lyrics of Lowly Life (Judith Jackson Fossett)
1896, September 6 - Queen Lili‘uokalani (Rob Wilson)
1897, Memorial Day - The Robert Gould Shaw and 54th Regiment Monument (Richard Powers)
1898, June 22 - Literature and imperialism (Amy Kaplan)
1899; 1924 - McTeague and Greed (Gilberto Perez)
1900 - Henry Adams (T. J. Jackson Lears)
1900 - The Wizard of Oz (Gerald Early)
1900; 1905 - Sister Carrie and The House of Mirth (Farah Jasmine Grifin)
1901 - Charles W. Chesnutt, The Marrow of Tradition (John Edgar Wideman)
1901-1903, The problem of the color line (Arnold Rampersad)
1903, May 5 - “The real American has not yet arrived” (Aviva Taubenfeld)
1903 - The invention of the blues (Luc Sante)
1903 - One sees what one sees (Daniel Albright)
1904, August 30 - Henry James in America (Ross Posnock)
1905, October 15 - Little Nemo in Slumberland (Katherine Roeder)
1906, April 9 - The Azusa Street revival (R. J. Smith)
1906, April 18 , 5:14 a.m. - The San Francisco Earthquake (Kathleen Moran)
1911 - “Alexander’s Ragtime Band” (Philip Furia)
1912, April 15 - Lifeboats cut adrift (Alan Ackerman)
1912 - The lure of impossible things (Heather Love)
1912 - Tarzan begins his reign (Gerald Early)
1913 - A modernist moment (Bonnie Costello)
1915 - D. W. Griffith, The Birth of a Nation (Richard Schickel)
1915 - Robert Frost (Christian Wiman)
1917 - The philosopher and the millionaire (Richard J. Bernstein)
1920, August 10 - Mamie Smith’s “Crazy Blues” (Daphne A. Brooks)
1921 - Jean Toomer (Elizabeth Alexander)
1922 - T. S. Eliot and D. H. Lawrence (Anita Patterson)
October 1923, Chaplinesque (David Thomson)
1924 - F. O. Matthiessen meets Russell Cheney (Robert Polito)
1924, May 26 - The Johnson-Reed Act and ethnic literature (Yael Schacher)
1925 - The Great Gatsby (Lan Tran)
1925, June - Sinclair Lewis (Jefrey Ferguson)
1925, July - The Scopes trial (Michael Kazin)
1925, August 16 - Dorothy Parker (Catherine Keyser)
1926 - Fire!! (Carla Kaplan)
1926 - Hardboiled (Walter Mosley)
1926 - The Book-of-the-Month Club (Joan Shelley Rubin)
1927 - Carl Sandburg and The American Songbag (Paul Muldoon)
1927, May 16 - “Free to develop their faculties” (Jefrey Rosen)
1928, April 8, Easter Sunday - Dilsey Gibson goes to church (Werner Sollors)
1928, Summer - John Dos Passos (Phoebe Kosman)
1928, November 18 - The mouse that whistled (Karal Ann Marling)
1930 - “You’re swell!” (Robert Gottlieb)
1930, March - The Silent Enemy (Micah Treuer)
October 1930, Grant Wood’s American Gothic (Sarah Vowell)
1931, March 19 - Nevada legalizes gambling (David Thomson)
1932 - Edmund Wilson, The American Jitters (Anthony Grafton)
1932 - Arthur Miller (Andrea Most)
1932, April or May - The River Rouge plant and industrial beauty (John M. Staudenmaier, S.J.)
1932, Christmas - Ned Cobb (Robert Cantwell)
1933 - Baby Face is censored (Stephanie Zacharek)
1933, March - FDR’s first Fireside Chat (Paula Rabinowitz)
1934, September - Robert Penn Warren (Howell Raines)
1935 - The Popular Front (Angela Miller)
1935 - The skyscraper (Sarah Whiting)
1935, June 10 - Alcoholics Anonymous (Michael Tolkin)
1935, October 10 - Porgy and Bess (John Rockwell)
1936, Gone with the Wind and Absalom, Absalom! (Carolyn Porter)
1936, July 5 - Two days in Harlem (Adam Bradley)
1936, November 23 - Life begins (Michael Lesy)
1938 - Superman (Douglas Wolk)
1938, May - Jelly Roll Morton speaks (Marybeth Hamilton)
1939 - Billie Holiday, “Strange Fruit” (Robert O’Meally)
1939; 1981 - Up from invisibility (Josef Jarab)
1940 - “No way like the American way” (Erika Doss)
1940–1944 - Preston Sturges (Douglas McGrath)
1941 - An insolent style (Carrie Tirado Bramen)
1941 - Citizen Kane (Joseph McBride)
1941 - The word “multicultural” (Werner Sollors)
1943 - Hemingway’s paradise, Hemingway’s prose (Keith Taylor)
1944 - The second Bill of Rights (Cass R. Sunstein)
1945, February - Bebop (Ingrid Monson)
1945, April 11 - Thomas Pynchon and modern war (Glenda Carpio)
1945, August 6, 10:45 a.m. - The atom bomb (Sharon Ghamari-Tabrizi)
1946, December 5 - Integrating the military (Gerald Early)
December 3 1947, Tennessee Williams (Camille Paglia)
1948 - Norbert Wiener, Cybernetics (David A. Mindell)
1948 - Saul Bellow (Ruth Wise)
1949–1950 - “Birth of the Cool” (Ted Gioia)
1950, November 28 - “Damned busy painting” (T. J. Clark)
1951 - A poet among painters (Mark Ford)
1951, The Catcher in the Rye (Gish Jen)
1951 - James Jones, From Here to Eternity (Lindsay Waters)
1951 - A soft voice (M. Lynn Weis)
1952, April 12 - Elia Kazan and the blacklist in Hollywood (Michael Ventura)
1952, June 10 - C. L. R. James (Donald E. Pease)
1953, January 1 - The song in country music (Dave Hickey)
1954 - Wallace Stevens, Collected Poems (Helen Vendler)
1955, August 11 - “The self-respect of my people” (Monica Miller)
1955, September 21 - A. J. Liebling and the Marciano-Moore fight (Carlo Rotella)
1955, October 7 - A generation in miniature (Richard Cándida Smith)
1955, December - Nabokov’s Lolita (Stephen Schif)
1956, April 16 - “Roll Over Beethoven” (James Miller)
1957 - Dr. Seuss (Philip Nel)
1959 - “Nobody’s perfect” (William J. Mann)
1960 - Psycho (William Beard)
1960, January - More than a game (Michael MacCambridge)
1961, January 20 - JFK’s inaugural address and Catch-22 (Charles Taylor)
1961, July 2 - The author as advertisement (David Thomson)
1962 - Bob Dylan writes “Song to Woody” (Joshua Clover)
1962 - “White Elephant Art vs. Termite Art” (Howard Hampton)
1963, April - “Letter from Birmingham Jail” (George Hutchinson)
1964 - Robert Lowell, “For the Union Dead” (Peter Sacks)
October 27 1964, The last stand on Earth (Gary Kamiya)
1965, September 11 - The Council on Interracial Books for Children (Dianne Johnson)
1965, October - The Autobiography of Malcolm X (David Bradley)
1968 - Norman Mailer (Mary Gaitskill)
1968, March - The illusory babels of language (Hal Foster)
1968, August 28 - The plight of conservative literature (Michael Kimage)
1969 - Elizabeth Bishop, Complete Poems (Laura Quinney)
1969, January 11 - The first Asian Americans (Hua Hsu)
1969, November 12 - The eye of Vietnam (Thi Phuong-Lan Bui)
1970 - Maya Angelou, Toni Morrison, Alice Walker (Cheryl A. Wall)
1970, 1972, Linda Lovelace (Ann Marlowe)
1972 - Loisaida literature (Frances R. Aparicio)
1973 - Adrienne Rich, Diving into the Wreck (Maureen N. McLane)
1975 - Gayl Jones (Robert O’Meally)
1981, March 31 - Toni Morrison (Farah Jasmine Grifin)
1982 - Edmund White, A Boy’s Own Story (Sarah Shun-lien Bynum)
1982 - Wild Style (Hua Hsu)
1982 - Maya Lin’s wall (Anne Wagner)
1982, November 8 - Harriet Wilson (Saidiya V. Hartman)
1985, April 24 - Henry Roth (Mario Materassi)
1987 - Maxine Hong Kingston, Tripmaster Monkey (Seo-Young Chu)
1995 - Philip Roth (Hana Wirth-Nesher)
2001 - Twenty-first-century free verse (Stephen Burt)
2003 - Richard Powers, The Time of Our Singing (Greil Marcus)
2005, August 29, Hurricane Katrina (Greil Marcus and Werner Sollors)
2008, November 4 - Barack Obama (Kara Walker)

A Different Perspective on ›Made in America‹

Whereas Werner Sollors' and Greil Marcus' New Literary History of America tries explicitly not to offer any redefinitions of what does and does not constitute a canon of American literature, it nevertheless offers its readers a fresh kaleidoscopic look on US-American culture from its beginnings in the 15th century up to the election of President Obama in 2008. In doing so, it investigates canonized authors, texts and historical moments, but also casts a look at the margins of US-American literary and cultural history. The compendium's main strength however is the high quality of its more than two hundred original essays written by renowned experts in respective fields.