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Leben mit zwei Kulturen: (Deutsch-)Chilenen und ihre Vor(ur)teile

Eine Rezension von Ursula Arning

Hein, Kerstin: Hybride Identitäten. "Bastelbiographien" im Spannungsverhältnis zwischen Lateinamerika und Europa. Bielefeld: transcript, 2006.

Die sozialpsychologische Dissertation von Kerstin Hein reiht sich in die zahlreichen Studien über hybride Identitäten ein. Ihr Ansatz ist insofern innovativ, als sie aus dem europäischen Kontext hinaus geht und in qualitativen Interviews junge (deutsch-)chilenische Erwachsene mit Migrationserfahrung zu ihrem Leben mit zwei Kulturen befragt. So bekommt der Leser Einblick in mögliche Konstruktionen hybrider kultureller Identitäten. Dabei wird der Einfluss positiver Diskriminierung sowie kolonialer und rassistischer Diskurse im Rahmen von Migration, Kultur und Identität in den Blick genommen. Im Gegensatz zum negativ bewerteten Begriff des 'Kulturkonflikts', führt Hein das positiv besetzte Konzept der "kulturellen Navigation" ein. 


Die im Fachbereich Sozialpsychologie der Ludwig-Maximilians-Universität München eingereichte Dissertation Hybride Identitäten: Bastelbiografien in einem deutsch-chilenischen Raum von Kerstin Hein ist im Bielefelder transcript Verlag erschienen. Die Studie verortet sich in den Bereichen Soziologie, Sozialpsychologie, Psychologie, Sozialpädagogik und Sozialarbeit – Disziplinen, in deren Rahmen schon zahlreiche Studien zum Begriff der ‚Hybridität’ erschienen sind, dessen Gebrauch jedoch, wie Kerstin Hein und ihr Erstgutachter Prof. Dr. Heiner Kupp in der Einleitung respektive im Vorwort vermerken, nicht einheitlich und allzu oft sehr unpräzise ist. Daher ist einer der Ansprüche des Buches, die Konstruktion "hybrider kultureller Identitäten" theoretisch zu fundieren und am Beispiel einzelner Fallstudien zu erklären (vgl. S. 21). Die Interviews mit Chilenen und Deutsch-Chilenen, die aufgrund von Migrationserfahrungen von zwei unterschiedlichen kulturellen Kontexten geprägt wurden, sollen zeigen, dass "Kulturen nicht als homogene, geschlossene und sich gegenseitig abstoßende Systeme betrachtet werden können" (S. 88). Im Gegensatz zur bestehenden "Kulturkonfliktthese" zeigt Hein auf, "dass eine Mehrheit der Betroffenen kulturelle Differenzen aktiv und erfolgreich bewältigen" (S. 88), also befähigt sind zu einer selbstbestimmten "kulturellen Navigation" (vgl. S. 437).

Zur Bestätigung dieser These führt Hein im Theorieteil äußerst knapp, doch in verständlicher Form, die für ihre Studie zentralen Begriffe wie Postmodernismus, Poststrukturalismus, Identität und Hybridität ein und zitiert unter den entsprechenden Begriffen deren bekannteste Vertreter (Bakhtin, Berry, Bhabba, Clifford, Foucault, Hall, Lyotard, Said und Welsch). In der daran anschließenden Kontextualisierung arbeitet Hein die Entstehung des kolonialen Diskurses heraus, der – ihrer Meinung nach – verantwortlich ist für ein latent vorhandenes Minderwertigkeitsgefühl der Lateinamerikaner gegenüber der westlichen Welt. Im dritten Teil beschreibt die Autorin sehr ausführlich die verwendete Methode (qualitative Interviews, Netzwerkkarte). Schließlich analysiert sie die Interviews sowohl zusammenfassend unter Analysekriterien wie "Wir und die Anderen", "positive Diskriminierung" als auch detailliert als Einzelbiographien. Im fünften und letzten Teil greift sie schließlich die Definition des Konzepts der Hybridität ein weiteres Mal auf und erklärt aufgrund der Analyseergebnisse insbesondere das Konzept der "hybriden kulturellen Identität": Kulturelle Unterschiede dürfen demnach nicht losgelöst vom sozialen Hintergrund betrachtet werden. So muss Migration nicht automatisch negativ verstanden werden, sondern kann auch Vorteile bieten. Diese fasst Hein unter das Konzept der "kulturellen Navigation", die es (Deutsch-)Chilenen ermöglicht, aus dem Leben mit zwei Kulturen Vorteile zu ziehen.

In Chile geboren und in einem deutsch-chilenischen Kontext aufgewachsen, Studium der Psychologie in Chile, sechs Jahre Arbeit am deutschen Jugendinstitut München und an der LMU München promoviert, also auch selbst von Migrationserfahrung innerhalb dieses Kontextes betroffen, erfüllt Kirsten Hein alle Voraussetzungen für die Durchführung dieses Projektes. Doch was als Dissertation angemessen ist, wird als Buch für einen an der Kultur Lateinamerikas Interessierten zu einer oftmals langatmigen Kost. So sind angesichts der 468 Seiten einige Erklärungen, gerade im Bereich der Begriffs-Definitionen oder der Vor- und Nachteile eines qualitativen Interviews, zu ausführlich, zumal das Fachpublikum, an das sich das Buch wendet, mit Definitionen des Strukturalismus und Postmodernismus vertraut sein dürfte. Gleiches gilt für die Kontextualisierung, die für alle nicht Lateinamerika-Kenner sicher gut und hilfreich ist, doch bleibt die Frage, ob das Buch überhaupt das Erkenntnisinteresse einer anderen Leserschaft trifft und ob dann der kurze Abriss, der nur auf den kolonialen Diskurs und die Entstehung der Minderwertigkeit lateinamerikanischer Länder gegenüber Europa eingeht, nicht zu kurz greift.

Ein deutlicher Schwachpunkt des Buches ist die Unübersichtlichkeit des dritten Teils, die schon in der Strukturierung des Buches in fünf, statt in drei Teile (Theorie und Kontext, Erläuterung des Forschungsvorhabens und Analyse der Fallbeispiele, Hybride Identitäten) begründet ist. In dem Bemühen, die Interviews unter gemeinsamen Gesichtspunkten zusammenzufassen, werden Zitate teilweise aus ihrem Zusammenhang gerissen. Auch wurden die Interviewpartner zu diesem Zeitpunkt noch nicht vorgestellt, so dass der Leser die Aussagen oftmals nicht einordnen kann, wodurch es teilweise zu Widersprüchen zwischen den Zitaten und ihrer Interpretation kommt (vgl. Interview mit Sandra, S. 185/189). Zudem werden viele Zitate im Kontext der Interviews im 4. Teil ein zweites Mal zitiert, ohne dass neue Erkenntnisse gewonnen würden. Zusätzlich ermüdet der konstante Hinweis auf die Übersetzung der Interviews durch die Autorin – im 4. Teil elegant am Anfang jedes Abschnitts gelöst. Eine Umstellung von Kapitel drei und vier und eine kurze Biographie der Interviewpartner im Anhang wären daher wünschenswert gewesen, da sie den Lesefluss wesentlich erleichtert und eine schnelle Information über die Lebensläufe gewährleistet hätten.

Inhaltlich problematisch ist, dass Hein nicht alle Vorurteile der (Deutsch-)Chilenen gegenüber Deutschland kritisch reflektiert, sie teilweise (aus Unkenntnis der deutschen Wirklichkeit?) als Tatsache stehen lässt (vgl. S. 343), während sie an anderer Stelle die Negativ-Aussagen ihrer Interviewpartner über Chile durchaus berechtigt in Frage stellt (vgl. S. 184). Ein weiteres Problem ist ihr Bemühen, das Verhalten und die Vorurteile der (Deutsch-)Chilenen den Deutschen und den Chilenen gegenüber mit dem latent vorhandenen kolonialen Diskurs in der chilenischen Gesellschaft zu erklären. Auch wenn die meisten Schlussfolgerungen sicherlich gerechtfertigt sind, das in Beziehung setzen einer wahrgenommenen längeren Kindheit in Lateinamerika (die sich nur auf bestimmte Schichten beziehen kann!) mit dem kolonialen Diskurs ist fragwürdig.

Insgesamt handelt es sich aber trotz dieser Kritikpunkte um eine wichtige Studie: Das Projekt wird seinem Anspruch gerecht, über verdeckte koloniale Vorurteile zu reflektieren, wobei die 13 Interviews sicherlich nur ein Ausgangspunkt sind, um in diese Richtung weiter zu forschen. Der fachlich einschlägige Leserkreis, für den das Buch konzipiert ist, findet neben dem innovativen theoretischen Ansatz des Konzeptes der 'kulturellen Navigation', Anstöße, auch innerhalb des deutschen Kontextes über verdeckte rassistische und koloniale Diskurse im Alltag nachzudenken. Für rein an Lateinamerika und an Migrationsgeschichte Interessierte bietet das Buch im vierten Teil spannende Bastelbiografien, die einen Einblick geben in das Leben mit zwei Kulturen. Mindestens für diesen Leserkreis wäre eine Kürzung und Überarbeitung der Publikation allerdings geraten. Kritisch anzumerken sei zum Schluss noch die inflationäre Verwendung des Wortes "Lateinamerika" im Titel, die leider nicht mal im Ausblick der Studie eine Entsprechung findet.


Hein, Kerstin: Hybride Identitäten: Bastelbiografien im Spannungsverhältnis zwischen Lateinamerika und Europa. Bielefeld: transcript, 2006. 472 S., paperback, 31,80 Euro. ISBN: 978-3-89942-447-8


Inhaltsverzeichnis

Vorwort 11
Persönlicher Ausgangspunkt und Danksagung 15
Einführung 19
Thema und Fragestellung 19
Der Aufbau der Arbeit 22
Theorie und Kontext Theoretischer Ansatz 27
Postmoderne und Poststrukturalismus 27
Postmoderne Vielfalt 28
Poststrukturalismus und das Plädoyer für Differenz 29
Postkoloniale Kritik 34
Vom Kolonialismus zum Postkolonialismus 36
Kolonialismus 37
Imperialismus 38
Neokolonialismus 39
Postkolonialismus 40
Die Konstruktion des Anderen im Kolonialen Diskurs 43
Was ist ein Diskurs? 44
Was ist ein kolonialer Diskurs? 44
Erste Begegnungen: Der Entdeckerdiskurs 46
Die Frage der Zivilisation 49
Das Problem des Rassismus 51
Der Begriff der Hybridität 54
Hybridität und Rassismus 54
Hybridität und Sprache 55
Hybride Kulturen 57
Hybride Identitäten 60
Identität im Zeitalter der Reflexiven Moderne 60
Die Reflexive Moderne 60
Moderne und Spätmoderne Identitäten 63
Alltägliche Identitätsarbeit 65
Die Frage der kulturellen Identität 67
Was ist Kultur 67
Kulturelle Identität 69
Die Beziehung zu Raum und Ort 70
Die Erfahrung von Migration 73
Wer ist ein Migrant? 73
Warum wandern Menschen aus? 74
Integration und Akkulturation 75
Das Leben zwischen Kulturen 80
Räume der Hybridisierung von Kultur 80
Hybride kulturelle Identitäten 85
Einführung in den Forschungskontext 93
Chilenischer und lateinamerikanischer Kontext 93
Modernität und Identität in Lateinamerika 94
Hybridisierung von Kultur in Lateinamerika 105
Akteure und Identität in Chile 108
Akteure 108
Gegenwärtige kulturelle Veränderungen in Chile 116
Identitätsdiskurse in Chile 117
Deutsch-Chilenen und Chilenen deutscher Abstammung in Chile 120
Geschichte und Institutionen der deutschen Einwanderer in Chile 120
Wer ist ein Deutsch-Chilene? 129
Integration und Handlungsfähigkeit 130
Deutsche Sprache, Bilingualismus und Sprachwahl 132
Retornados aus Deutschland 133
Das Leben im Exil 134
Die Rückkehr nach Chile 137
Forschungsverfahren Forschungsverfahren 141
Die Forschungsperspektiven 141
Die Auswahl der Interviewpartner 145
Definition des deutsch-chilenischen Raumes 145
Wer kommt als hybrides Subjekt in Frage? 147
Der Weg zum Interview 149
Die Erhebung der Daten 150
Das Interview 150
Die Netzwerkkarte 154
Die Auswertungsstrategie 158
Diskurse über Wir und die Anderen Gegenüberstellung von Chile und Deutschland 165
Der koloniale Diskurs im deutsch-chilenischen Kontext 165
Die Dynamik der Gegenüberstellung von Gesellschaftsbildern 167
Zwischen Ordnung und Chaos 169
Plan und Ordnung 171
Würfel versus Flubber 173
Die Beziehungsebene 174
Verstand und Gefühl 174
Die Bedeutung der Familie 176
Unterschiedliche Beziehungsstile 177
Direkt und unmittelbar versus indirekt und zwischen den Zeilen 179
Erwachsensein, Autonomie und Selbstsicherheit 181
Von Kindern und Erwachsenen 182
Selbständigkeit und Aktivität versus Abhängigkeit und Passivität 183
Selbstsicherheit 184
Liberal versus konservativ 185
Zentrum und Peripherie 186
Globale Verortung 186
Entwicklung und Urbanisierung 187
Gegenüberstellung des Alltags in Chile und Deutschland 188
Die Erfahrung von Ungleichheit 189
Der Blick auf Südamerika 189
Mangelndes Selbstwertgefühl in der Peripherie 191
Beschränkte internationale Mobilität in der Peripherie 192
Die Auseinandersetzung mit der deutsch-chilenischen Kolonie 195
Deutsche Schulen in Chile 195
Deutsche Begegnungsschulen 197
Bikulturelle Leistungsschulen 197
Soziale Verhältnisse an deutschen Begegnungsschulen 198
Über Differenzen an deutschen Begegnungsschulen 199
Andere deutsche Schulen 206
Die deutsch-chilenische Kolonie aus der Sicht der Befragten 206
Die Konstruktion der Kategorie Deutsch-Chilene 207
Deutsch-Chilenen oder Chilenen, die Deutsche sein wollen? Eine Frage der Authentizität 210
Anpassung an die deutsch-chilenische Kolonie 212
Deutsche Kolonie in Süden 213
Positive Diskriminierung Alles, was aus dem Ausland kommt, ist besser Differenz als Distinktion Positive Diskriminierung im Alltag Vorteile im Beruf Erleichterung des Alltags Die Beziehung zu Deutschland erneuern Positive Diskriminierung ist auch Diskriminierung Deutsch-chilenische Bastelbiografien Bikulturelle Sozialisation in Chile 225
Abwesender Ort und vermittelte Kultur 226
Deutschland als abwesender Ort 227
Deutsche Kultur im chilenischen Alltag 230 In Santiago aufgewachsen 234
Sandra: Verflixte Deutsche 234
Camila: Fünfzig-fünfzig 246
Claudio: Der chilenischte Deutsche, den es je gegeben hat 258
Francisco: Nicht schwarz und nicht weiß, sondern grau 265
Carola: Ein virtueller Raum zwischen Chile und Deutschland 278
Erste Zwischenbilanz 293
Sprache I 293
Situative Differenzerfahrung im Übergang 296
Klasse und Kultur 298
Im Süden aufgewachsen 299
Cynthia: Ich finde, dass es da keinen großen Unterschied gibt 299
Alejandra: Einsam in Deutschland, fremd in Santiago 305
Zweite Zwischenbilanz 312
Sprache II 313
Angleichung von Deutsch-Chilenen und Chilenen 313
Stadt und Land 314
Migration als situative Differenzerfahrung 317
Ein Leben zwischen Chile und Deutschland 318
Vera: Kulturelle Konfrontation als intellektuelle Herausforderung 319
Rubens: Ständig eine Ausnahme 329
Simon: Zwischen Selbständigkeit und Bindung 340
Exil und Rückkehr 352
In den Spuren des Exils 354
Manuela: Ein Bein hier und ein Bein dort 355
Gian Franco: Der Internationale 367
Elisa: Der Kontrapunkt 374
Dritte Zwischenbilanz 386
Sprache III 386
Migration als situative Differenzerfahrung 389
Die Bedeutung von Kontinuität 391
Politische Differenzen 393
Hybride Identitäten Zwischen den Kulturen verloren? 397
Kulturelle Navigation statt Kulturkonflikt 397
Kulturelle Navigation im Rahmen von Migration und Übergang 399
Kulturelle Navigation im Alltag 402
Das Leben zwischen Kulturen als Erweiterung 404
Die Konstruktion einer kulturellen Identität im deutsch-chilenischen Raum 409
Die Verhandlung von Zugehörigkeiten 409
Differenzieren und differenziert werden 410
Selbstdifferenzierung 410
Fremddifferenzierung 411
Kategoriale kulturelle Zuordnung 414
Kulturelle Selbstzuordnungen 414
Kriterien kultureller Zuordnung 415
Anschluss an Diskurse über Wir und die Anderen 419
Die Beziehung zu Raum und Ort 420
Grundlegende Bezugspunkte 421
Die Frage nach dem Lebensort 422
Das mobile Zuhause 426
Entortung, Entwurzelung und Heimatlosigkeit 429
Überlegungen zur Hybridität 433
Ein kurzer Rückblick: Was meint Hybridität? 433
Anhaltspunkte für eine Definition hybrider kultureller Identitäten 434
Hybridität auf diskursiver Ebene 435
Hybridität als Umgang mit kultureller Differenz 436
Hybridität als ambivalente Zugehörigkeit 438
Hybridität als Umgang mit geografischer Distanz 438
Die Kontextualisierung hybrider kultureller Identitäten im deutsch-chilenischen Raum 440
Ausblick 443
Literatur 447

Living with Two Cultures: (German-)Chileans and Their (Dis)Advantages

Kerstin Hein's social psychology dissertation joins numerous studies of hybrid identities, but her approach is innovative insofar as it departs from the European context and is based on qualitative interviews with young (German-)Chilean adults who have first-hand experience of emigration. As a result, readers gain insight into possible constructions of hybrid cultural identities. In the course of her study, Hein explores the influence of positive discrimination as well as of colonial and racist discourses within the matrix of migration, culture, and identity. As opposed to using the negatively weighted term "culture conflict", Hein introduces the positive concept of "cultural navigation."


© bei der Autorin und bei KULT_online